BMW

Scharfer Angriff auf ehemalige Tochter Rover

Foto: MG Rover

BMW hat die Führung seines ehemaligen englischen Tochterunternehmens Rover scharf angegriffen. "Ich finde, es ist eine Schande, dass sich der Rover-Vorstand mehr zahlt als der Vorstand von BMW", wurde der britische BMW-Chef Jim O'Donnell am Freitag (12.11.) zitiert.

Gegenüber "Independent" und "Financial Times" sagte er: "Das ist das inakzeptable Gesicht des Kapitalismus."

BMW hatte die stark verlustbringende Tochter Rover im Mai 2000 an ein Konsortium von britischen Geschäftsleuten verkauft. "BMW hat ihnen für (den symbolischen Betrag von) zehn Pfund eine echte Chance gegeben", sagte O'Donnell. "Vom deutschen Standpunkt aus betrachtet wollten wir sicherstellen, dass wir dem Unternehmen eine Chance gaben. Ich glaube nicht, dass sie diese Chance genutzt haben."

MG Rover hatte im vergangenen Jahr 89 Millionen Pfund (133 Millionen Euro) Verlust gemacht. Gleichzeitig erhielten die fünf Vorstandsmitglieder Kevin Howe, John Towers, Peter Beale, John Edwards und Nick Stephenson insgesamt 16 Millionen Pfund (24 Million Euro). Towers und Beale hatten in diesem Jahr bereits heftige Kritik vom industriepolitischen Ausschuss des britischen Unterhauses einstecken müssen. Die Ausschussvorsitzende Martin O'Neill hatte ihnen vorgeworfen, bei Rover vor allem ihre eigenen Taschen zu füllen. Die Rover-Chefs rechtfertigten sich mit dem Argument, sie seien bei der Übernahme große Risiken eingegangen.

O'Donnell bestritt, dass dies der Fall gewesen sei. Im Rückblick wäre es wohl besser gewesen, wenn BMW vor vier Jahren der ebenfalls an Rover interessierten Investment-Gruppe Alchemy den Zuschlag gegeben hätte, sagte er. Gegen Alchemy hatte sich damals breiter Widerstand in Großbritannien geregt, weil das Unternehmen drastische Stellenstreichungen bei dem Autohersteller angekündigt hatte.

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