BMW und Mercedes

Absatz bricht im November weg

Foto: Hans-Dieter Seufert

Die Talfahrt der Automobilbranche trifft die Premiumhersteller Daimler und BMW mit voller Wucht. Bei beiden Unternehmen brach der Auto-Absatz im November um ein Viertel ein.

Die Stuttgarter verkauften 84.500 Fahrzeuge, bei den Münchnern waren es 96.570. Besonders dramatisch fielen die Rückgänge bei den Kernmarken Mercedes-Benz und BMW aus. Von ihren ursprünglichen Absatzzielen für 2008 haben sich sowohl Daimler-Chef Dieter Zetsche als auch BMW-Chef Norbert Reithofer bereits verabschiedet. In den ersten elf Monaten lag das Minus bei BMW mit 1,323 Millionen verkauften Fahrzeugen bei 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Konkurrent aus Baden-Württemberg muss mit 1,158 Millionen verkauften Fahrzeugen ein Minus von einem Prozent verkraften.

Grund für den dramatischen Einbruch im November sei die 'zunehmend schwierige Marktentwicklung', sagte ein Daimler-Sprecher. Besonders massiv fiel der Absatzrückgang bei den Schwaben in Japan (minus 46 Prozent), den USA (minus 29,9 Prozent) und Westeuropa (minus 25,2 Prozent) aus. Selbst im wichtigen Wachstumsmarkt China musste Daimler ein Minus von mehr als zehn Prozent einstecken. Bei der Kernmarke Mercedes-Benz gab es einen Absatzeinbruch um 28 Prozent auf 74.400 Wagen. Sogar beim Kleinwagen Smart, der zuletzt noch zugelegt hatte, müssen die Stuttgarter einen leichten Rückgang um 1,2 Prozent auf 10.100 verkaufte Fahrzeuge einstecken.

Bei den Münchnern gibt es beim Kleinwagen Mini deutlich herbere Einbußen. Die Marke verkaufte im November gut 15.000 Fahrzeuge und damit etwa 20 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. BMW kam auf einen Absatz von knapp 81.400 Autos. Dies waren 26 Prozent weniger als im Vorjahr. Am deutlichsten litten der 3er, der 5er und der kleine Geländewagen X3 unter der Nachfrageschwäche. Hier brachen die Verkaufszahlen um mehr als 30 Prozent ein.

BMW und Daimler leiden derzeit wie andere Hersteller auch unter den Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Münchner wollen die Produktion in diesem Jahr daher um 65.000 Fahrzeuge zurückfahren. Bei Daimler wird offiziell nach wie vor von einer Drosselung der Produktion um 45.000 Fahrzeuge gesprochen. In Konzernkreise wird allerdings längst von weiteren Anpassungen gesprochen.

Wegen der schweren Krise auf den Automärkten droht tausenden Daimler-Mitarbeitern Kurzarbeit. Von Januar bis April 2009 könnten davon Unternehmensangaben zufolge Teile der Werke in Sindelfingen, Berlin, Bremen und Düsseldorf betroffen sein. Auch in anderen Werken des Konzerns wird über eine mögliche Verkürzung der Arbeitszeit gesprochen. Fest steht bereits, dass es eine Zwangspause über den Jahreswechsel gibt. An 14 deutschen Standorten des Konzerns sollen rund 150.000 Beschäftigte in verlängerte Weihnachtsferien von bis zu vier Wochen geschickt werden.

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