BMW verbucht 2003 Gewinnrückgang

Foto: BMW

Update ++ BMW hat im vergangenen Jahr trotz des Rekordabsatzes einen Gewinnrückgang erlitten. Steuerliche Sondereffekte drückten den Überschuss um 3,6 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, wie der Autohersteller am Donnerstag (11.3.) in München mitteilte.

Ohne die Sonderbelastung hätte der Gewinn auf dem Vorjahresniveau von 2,06 Milliarden Euro gelegen und damit im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz sank vor allem wegen der Dollar-Schwäche von 42,4 auf 41,5 Milliarden Euro.

"In einer Phase anhaltend hoher Aufwendungen für die Produkt- und Marktoffensive sowie eines teilweise schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeldes hat die BMW Group Kurs gehalten und ihre Ziele voll erreicht", sagte BMW-Chef Helmut Panke. Im laufenden Jahr werde der Konzern mit einem steigenden Absatz und Ergebnis an die Entwicklung anknüpfen.

Höhere Dividende

Die Aktionäre sollen durch eine Dividendenerhöhung profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung die Anhebung der Dividende je Stammaktie um zwölf Prozent auf 0,58 Euro vorschlagen. Für Vorzugsaktien solle die Dividende um elf Prozent auf 0,60 Euro erhöht werden.

Zum Jahresende hatte der Konzern wegen geplanter Gesetzesänderungen zur Altersteilzeit Rückstellungen von 110 Millionen Euro gebildet. Hinzu sei eine steuerliche Mehrbelastung von 50 Millionen Euro durch eine Neuregelung zu Körperschaftssteuer-Guthaben gekommen, hieß es.

Bei seinen drei Marken BMW, Mini und Rolls Royce konnte der weißblaue Autobauer im vergangenen Jahr wie geplant Absatzrekorde erzielen. Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge stieg um 4,5 Prozent auf 1,1 Millionen. Die Kernmarke BMW konnte um 1,6 Prozent auf 928.151 verkaufte Wagen zulegen. Um gut ein Fünftel (22,4 Prozent) stieg der Absatz des Kleinwagens Mini, der sich 176.465 Mal verkaufte. Von der Marke Rolls Royce wurden insgesamt 300 Automobile ausgeliefert.

Währungsbereinigt wäre dagegen ein Umsatzplus von 4,2 Prozent erzielt worden, hieß es. Der Gewinn vor Steuern sank um knapp drei Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die BMW-Aktien gaben bis zum Nachmittag um zeitweise 3,27 Prozent auf 33,71 Euro nach, in etwa genauso stark wie der Markt.

BMW-Chef Panke hatte bereits angekündigt, dass das Ziel eines Ergebnisses auf Vorjahresniveau erreicht worden sei. Dies hätte nach Definition des Unternehmens einen Gewinnrückgang um bis zu zehn Prozent bedeuten können. Nach einem vor allem durch Produktionsunterbrechungen bedingten Absatzrückgang im Januar war der Autohersteller im Februar wieder auf Wachstumskurs zurückgekehrt und hatte den Absatz nach vorläufigen Zahlen um vier Prozent auf 77.000 Fahrzeuge gesteigert.

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