BMW-Vorstand

Krisen ohne Einfluss auf Rekord-Erwartung

Foto: BMW 53 Bilder

BMW erwartet 2011 ungeachtet der Krisen in der arabischen Welt und steigender Ölpreise nach wie vor einen weltweiten Absatzrekord von über 1,5 Millionen verkaufter Fahrzeuge.

In den USA sowie in Schwellenländern wie China, Brasilien, Indien, Korea und Russland sei mit hervorragenden Zuwachsraten von teilweise über zehn Prozent zu rechnen, sagte BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner bei der Präsentation des neuen BMW 6er Cabrio am Donnerstagabend (03.02) in Kapstadt.

BMW erwartet ein Absatzplus von fünf Prozent in Deutschland

In Europa werde angesichts der Schuldenkrisen von Ländern wie Spanien der Absatz nicht so rasant wachsen können wie in den Schwellenländern. Auf dem deutschen Heimatmarkt erwartet BMW 2011 ein Absatzplus von mehr als fünf Prozent.

Die Unruhen in Ägypten und anderen arabischen Ländern müssten schon zu einem politischen "Flächenbrand" werden, damit Weltwirtschaft und Automobilindustrie hart getroffen würden. Dann aber wären in erster Linie die Massenproduzenten der Autobranche betroffen. Mittlere Unternehmen wie BMW könnten flexibler reagieren, sagte das BMW-Vorstandsmitglied.

BMW, Mercedes und Audi brauchen sich 2011 nicht zu fürchten

Die deutschen Premiummarken BMW, Mercedes und Audi brauchen nach den Worten Eichiners auch in den kommenden Jahren kaum eine ernsthafte Konkurrenz zu fürchten. Das Geschäft mit Nobelkarossen bleibe weltweit vor allem in den Händen der deutschen Unternehmen. «Sie werden ihre Marktposition auch mittelfristig erhalten und ausbauen können.» Es sei für die Automobil-Konkurrenz anderer Länder sehr schwierig, im Premiumsegment gegen die renommierten Marktführer neue Marken zu etablieren.

BMW hatte 2010 das zweitbeste Verkaufsergebnis seiner Geschichte eingefahren. Der Konzern verkaufte weltweit etwa 1,46 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. 2011 sollen die Absatzzahlen des bisherigen Rekordjahrs 2007 überboten werden. Insbesondere für den US-Markt sei er sehr optimistisch, sagte Eichiner. Allerdings müssten die Erwartungen korrigiert werden, sollte der Benzinpreis in den USA die magische Ziffer von vier Dollar pro Gallone übersteigen.

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