BMW X6

Das Rustikal-Coupé

Foto: Schulte-Nextline 4 Bilder

Die Bayern schicken sich jetzt an, ein neues Segment zu eröffnen - mit dem großen Rustikal-Coupé X6. Der grundsätzlich mit vier Türen ausgestattete X6 (E71) soll Mitte 2008 in die Showräume rollen; in endgültiger Form präsentiert wird er auf der Detroit Auto Show im Januar 2008.

Brehms Tierleben kennt den Begriff Crossover nicht. Extreme Kreuzungen wie die einer Bergziege mit einem Rennpferd gehören ohnehin in das Reich der Fabel. Bei Autos ist das anders: Die Hersteller setzen hier auf immer gewagtere Crossover-Kreationen. Kaum eine Fahrzeuggattung, die sich nicht mit einer anderen vermischen ließe, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Traditionsmarken wie BMW zählen heute zu den Trendsettern. Jetzt schicken sich die Bayern an, ein neues Segment zu eröffnen - mit dem großen Rustikal-Coupé X6.

"Deep Blue" hieß das Projekt

Es hatte in den Köpfen der Designer bereits Gestalt angenommen, als BMW noch gar nicht ins SUV-Segment eingestiegen war. Von dem Projekt erzählt Designchef Chris Bangle bis heute nur hinter vorgehaltener Hand erzählt - genau wie jener legendäre siegreiche IBM-Schachcomputer. Der experimentierfreudige Chefstylist von BMW hatte 1996 eine Truppe tatendurstiger Jungdesigner nach Kalifornien geladen und stilvoll im Strandhaus von Liz Taylor einquartiert. Die Türen wurden abgeschlossen, niemand durfte raus oder rein. Selbst an den Strand kamen die jungen Kreativen nur mit Bewachung.

"Ihr dürft arbeiten, als wärt ihr eure eigenen Chefs", hatte ihnen Bangle noch zugerufen, bevor er in den Urlaub entschwand. Die jungen Leute in ihrem selbstgewählten Konklave klotzten ran und schufen binnen 14 Tagen sechs Konzepte. Das überzeugendste davon war ein Gelände-Coupé, das schließlich als 1:1-Modell realisiert wurde und fortan im Allerheiligsten unter Verschluss stand - noch bevor 1999 der erste X5 (E53) debütierte Mittlerweile ist die zweite Generation (E54) des großen Wagens auf dem Markt. Er bildet die technische Basis für einen sportlichen Ableger mit markantem Design und coupéförmigem Zuschnitt.

Präsentation in Detroit 2008

Der grundsätzlich mit vier Türen ausgestattete X6 (E71) soll Mitte 2008 in die Showräume rollen; in endgültiger Form präsentiert wird er auf der Detroit Auto Show im Januar 2008. Vorher, auf der IAA, zeigt BMW eine zweitürige Mildhybrid-Studie, die stilistisch ziemlich nahe am X6 ist. Sie soll zum einen die Spannung bis zum Erscheinen des Serienmodells noch verstärken, zum anderen nimmt sie zwei Mildhybrid-Varianten vorweg, die Ende 2008 auf X5- und X6-Basis (E72) debütieren: Sie werden eine neue, konzeptionell gemeinsam mit Mercedes entwickelte Spartechnik an Bord haben - bei BMW ist dies ein Achtstufen-Automatikgetriebe mit Kurbelwellen-Starter-Generator, der beispielsweise den Startstopp-Betrieb erlaubt.

Rein elektrisches Fahren ist damit nicht möglich, dafür entwickeln BMW, Mercedes und General Motors einen eigenständigen Two-mode-Vollhybrid. Benziner- und Mildhybrid-Version des X6 entstehen im US-Werk Spartanburg, wo bislang jährlich 20.000 bis 40.000 Z4 und 105.000 X5 gebaut wurden.

BMW erwartet einen Jahresabsatz von 40.000 bis 50.000 Einheiten des X6 - und erweitert darum die Kapazität der Fabrik im Bundesstaat South Carolina auf 200.000. Letztlich wird dies nicht reichen, denn auch die Produktion der nächsten X3-Generation soll 2010 in die USA verlagert werden.

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