BMW Z4 - US-Kunden monieren Lenkprobleme

US-Behörden untersuchen Lenkung am Z4

BMW Z4 M Roadster - Mercedes SLK 55 AMG und  BMW Z4 Roadster 3.0si - Mercedes SLK 350 10 Foto: sportauto

In den USA häufen sich die Beschwerden über den BMW Z4. Die Behörde für Verkehrssicherheit geht Hinweisen aus der Bevölkerung nach, dass die Servolenkung des Sportwagens ausfällt. Es soll bereits zu einem Crash gekommen sein. Mehrere Fahrer berichteten der Behörde zufolge von Beinahe-Unfällen.

Ein Sprecher der BMW AG in München sagte am Sonntag (4.7.) der Nachrichtenagentur dpa, das Phänomen einer möglicherweise erschwerten Lenkung bei großer Hitze sei seit längerem bekannt. Es sei aber nicht sicherheitsrelevant. Die Lenkung selbst falle auf keinen Fall aus, schlimmstenfalls könne es zu einem Ausfall der Servounterstützung der Lenkung kommen.

Untersuchungen der US-Behörden laufen bereits

Der US-Behörde liegen insgesamt 107 Beschwerden vor. Danach kommt es besonders bei warmem Wetter, höheren Geschwindigkeiten oder nach langen Fahrten vor, dass das Lenkrad plötzlich schwergängig wird. Unter Verdacht stehen den Angaben vom Freitag (2.7.) zufolge knapp 49.000 Autos der Baujahre 2003 bis 2005. Die Untersuchungen laufen seit Ende Juni.
 
Der Münchner BMW-Sprecher sagte, man habe das nicht auf die USA beschränkte Phänomen bereits vor längerer Zeit dem Kraftfahrtbundesamt gemeldet. Und dieses habe schon vor einem Jahr bestätigt, dass es sich um keine sicherheitsrelevante Erscheinung handele. Eine Rückrufaktion sei deshalb nicht nötig.
 
Hintergrund sei, dass sich Metall bei großer Hitze ausdehne. Wenn ein Z4 früherer Baujahre längere Zeit zum Beispiel in großer Hitze gestanden habe, könne sich das Schneckengetriebe in der Lenkung ausweiten. Dadurch erhöhe sich die Reibung in der Lenksäule und das Lenkrad lasse sich schwerer drehen. Es handele sich um eine rein physikalische Reaktion, die bei Abkühlung auch wieder verschwinde.

Problem ist bei BMW bekannt

BMW sei kein einziger dadurch möglicherweise verursachter Unfall bekannt, betonte der Sprecher. Allerdings könne ein damit konfrontierter Fahrer schon einen Schrecken bekommen, räumte er ein. Denn wenn man vielleicht noch etwas schnell in die kurvige Abfahrt von einer Autobahn einfahre, müsse man beim Auftreten dieses Phänomens schon stärker die Lenkung einschlagen, als man es sonst gewohnt sei. Dadurch könne man möglicherweise auch anderen Fahrzeugen näher als sonst kommen.
 
Die Branche reagiert seit dem Toyota-Debakel sehr sensibel auf technische Probleme. Die Hersteller wollen kein Risiko eingehen. Toyota hatte eine Millionenstrafe zahlen müssen, weil der Konzern die staatlichen Stellen zu spät über seine klemmenden Gaspedale informiert hatte.
 
Auch Fahrer des Kompaktwagens Mazda 3 beschweren sich über eine ausfallende Servolenkung. Der Fall wurde zeitgleich mit dem von BMW bekannt. Der Verkehrssicherheitsbehörde liegen hier 33 Eingaben vor. Es soll zu drei Unfällen gekommen sein. Im Visier der Ermittler stehen die Modelle der Jahre 2007 bis 2009.

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