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Borgward Isabella Concept auf der IAA

Alle Infos zum Sport-Coupé

Borgward Isabella Concept Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 9 Bilder
IAA 2017

Der Autobauer Borgward enthüllt auf der IAA mit dem Isabella Concept eine neue Studie mit einem bekannten Namen. Sie soll die Wiedergeburt des legendären Modells aus den 50ern und ein Ausblick auf das kommende Design der Marke verkörpern.

12.09.2017 Uli Baumann

Nach seinem Comeback im Jahr 2015 trat der nun in chinesischer Hand befindliche deutsche Traditionsautobauer nur mit SUV-Modellen an. Nun zeigt Borgward mit dem Isabella Concept eine sportliche coupéhafte Studie, mit organischen Formen. Die stark konturierte Motorhaube mit weit aufgewölbten vorderen Kotflügeln und der stark abfallenden Nase sowie die flache Silhouette mit der im Flügelprofil geformten C-Säule und dem C-förmigen Rücklicht am bulligen Heck geben dem gestreckten Coupé die sportliche DNA.

Borgward Isabella Concept
Chefdesigner Anders Warming im Interview 8:09 Min.

Das Design, nach Borgward-Diktion „Impression of Flow“, erstreckt sich auf 5 Meter Länge, 1,40 Meter Höhe und 1,92 Meter Breite. Ansonsten ist rein gar nichts über das Modell bekannt. Im Borgward BX7 zum Beispiel arbeitet ein Vierzylinder-Turbo-Benziner mit 190 oder 224 PS. Dieselantriebe sind nicht vorgesehen.

Neben der Präsentation des Isabella Concepts verrät Borgward auch mehr zum Deutschland-Start der Marke. So sollen die ersten BX7 TS Limited Edition-Modelle im vierten Quartal zu den Kunden kommen. Gleichzeitig prüft Borgward zusammen mit A.T.U eine Service-Kooperation sowie einen Online-Vertrieb über SIxt.

Neuester Kommentar

Warming hat da schon eine Menge verstanden.

Es ist absolut nicht leicht, eine Tradition aufzunehmen, die in dem sinn eigentlich keine war, weil Borgward sich immer als innovativer Autobauer gesehen hat und gerade deswegen ja auch gescheitert "wurde". Die Isabella der Fünfziger war "ballig", sowohl innen wie aussen, das heisst runde, halbrunde, elliptische Formen, wohin man sieht ... was bei heutigen Restaurierungen gerade die Polsterer in den Wahnsinn treiben kann, müssen sie doch die Rundungen der Polster und Innenraumausstattung nachvollziehen statt gerade Flächen überziehen zu können.

Diese Tradition nimmt die Studie gekonnt auf - überzieht leider durch den "coke bottle" Schwung, der da nichts zu suchen hat und macht viel wieder gut durch C-Säule und Heckscheibe. Auch die Front ist gut gelungen, Die Frontscheibe selbst zu weit ins Dach gezogen. Ein Autogesicht lebt vom dramatischen Abschluss des oberen Scheibenrahmens zum Dach hin - gerade bei der alten "runden" Isabella ein nötiger Kontrast zur Rundlichkeit - um kein gemütliches Kaffetantchen-Design entstehen zu lassen. Nimmt man ein altes kleines Wiking-Modell, wird diese Wirkung sofort sichtbar. Die Modellmacher hatten die A Säulen einfach weggelassen und durch das heruntergezogene Dach den Effekt verstärkt.

Aber auch so schon gar nicht übel! Mit den runden Formen hat Warming ja aus der Mini-Zeit Erfahrung und spielt schon recht gekonnt mit den Gegensätzen. Autos gibt es wie Sand am Meer, nur durch gutes Design sind noch Verkäufe möglich. Und hier ist ein Ansatz erkennbar, die geeignet ist, die allgemeine Langeweile des "Uterus"-Designs kleiner Scheiben hin zum großen Ausgang der Frontscheibe zu durchbrechen.

Die Flanken noch etwas eleganter glatt hobeln, die Frontscheibe etwas steiler stellen und früher abscheiden, dabei den vorderen Dachblechbereich konvex und etwas geneigt gestalten und wir hätten mal wieder ein Automobil, das Charakter zeigt.

Gruß
audiatur

audiatur 13. Oktober 2017, 03:47 Uhr
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