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Bosch

Kurzarbeit für 9.000 Arbeiter angemeldet

Bosch Firmenlogo Foto: Bosch

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hat wegen der Absatzkrise auf den internationalen Automobilmärkten für rund 9.000 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet.

12.01.2009

Betroffen seien die vier Standorte Reutlingen, Bamberg, Salzgitter und Eisenach, sagte ein Bosch-Sprecher am Montag (12.1.) in Stuttgart. Zuvor hatte der Autozulieferer bereits Zehntausende Beschäftigte in verlängerte Weihnachtsferien geschickt.


Kein Wachstum in Sicht

Bosch-Chef Franz Fehrenbach hatte im Dezember angekündigt, der Konzern werde für 2008 einen Gewinneinbruch und einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Auch für das laufende Jahr werde nicht mit Wachstum gerechnet. "Es führt kein Weg daran vorbei, dass wir zusätzliche
Sparmaßnahmen ergreifen müssen, um den zunehmenden Ertragsdruck abzufangen", hatte Fehrenbach in der Mitarbeiterzeitung "Bosch Zünder" geschrieben. 2009 werde "es entscheidend sein, den Spagat zwischen Sparen und investieren zu meistern - selbst wenn es schwierig und schmerzhaft werden wird."

Dieselkomponenten-Fertigung betroffen

In Reutlingen sei mittlerweile für 4.000 der insgesamt 7.000 Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet worden, sagte der Sprecher am Montag. An dem Standort werden Dieseleinspritzpumpen und
Autoelektronik produziert. In Salzgitter sind 1.000 der 1.700 Mitarbeiter von den Maßnahmen betroffen, in Eisenach 500 der rund 1.500. In Bamberg, wo vor allem Dieselkomponenten hergestellt werden, arbeiten bereits seit Anfang November 3.500 der 8.000 Beschäftigten
kurz.

Bosch hat weltweit rund 270.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 46,3 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn lag beim Rekordwert von 3,8 Milliarden Euro.

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