Bowler EXR-S Land Rover Rallye
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Bowler EXR-S Land Rover Rallye 23 Bilder

Bowler EXR-S

550-PS-Racer auf Range Rover Basis

Mit offizieller Unterstützung von Land Rover bringt die britische Manufaktur Bowler den ersten Straßen-Ableger der legendären Rallye-Autos. Ist das der Land-Rover-Einstieg in den Rallyesport?

Seit 1985 versorgt die britische Manufaktur Bowler rallyebegeisterte Sportler mit dem passenden Material. Am Anfang stand ein Auto, das so gar nicht zum heutigen Rallyezirkus passen will: ein Land Rover 88, der mit Schraubenfederfahrwerk und einem Doppelvergasermotor aufgerüstet wurde. Gebaut wurde er nach den Regularien der jährlichen "National Rallye" der britischen Land-Rover-Clubs.

Am Anfang war der Landy 88

Der erste Schritt hin zum internationalen Motorsport erfolgte 1989 mit dem ersten Prototypen des Bowler Tomcat, der schon mehr nach Rallyefahrzeug aussah und schließlich im Jahr 2000 der Bowler Wildcat 200. Mit Gitterrohrrahmen und Kunststoffkarosserie bedeutete der – optisch immer noch dem Defender ähnelnde – Wildcat 200 den Einstieg in die Rallye-Raid-Szene. Doch auch der Wildcat werkelte noch mit archaischem Starrachs-Fahrwerk. Von dem wendete sich Bowler erst mit dem Nemesis (2006) ab, der zum EXR (2010) weiter entwickelt wurde. Ein reinrassiger Rallye-Renner mit einer dem Range Rover Sport nachempfundenen Karosserieform.

Bowler-Kunden fuhren mit Wildcat, Nemesis und EXR bereits alle namhaften Rallyes mit, ein Sieg auf einer der großen FIA-Rallyes blieb dem britischen Hersteller allerdings bislang verwehrt. Dies könnte sich eventuell künftig ändern: denn erstmals bekennt sich auch Land Rover selbst zu dem prestigeträchtigen Motorsporteinsatz.

Bowler EXR-S mit Land Rover-Unterstützung

Mit der Mitte Juni vollzogenen Unterzeichnung einer offiziellen Partnerschaft zwischen Bowler und Land Rover können die beiden Firmen nun enger zusammenarbeiten. Land Rover verschafft das einen relativ preiswerten Zugang in die internationale Motorsport-Szene, Bowler kann im Gegenzug besser Ingenieurs-Ressourcen des Geländewagenherstellers nutzen und erhält leichteren Zugriff auf Werksmaterial.

Das erste Ergebnis der intensivierten Zusammenarbeit ist der Bowler EXR-S, der auf dem Goodwood Festival of Speed Premiere feiert. Dabei handelt es sich um eine für den Straßeneinsatz optimierte Variante des Rallye-Autos EXR. Der wesentliche Unterschied zum Rallye-Gerät: der Innenraum wird mit Ledersitzen und einem wohnlichen Armaturenbord auf Komfort umgestrickt. Die Käufer müssen nicht auf Komfortdetails wie Zentralverriegelung oder Navigationssystem verzichten; elektrisch verstellbare Spiegel, Xenon-Licht, Zweizonen-Klimaautomatik oder auch der automatisch abblendende Innenspiegel verdeutlichen die Umstellung des Racing-Geräts in einen alltagstauglichen Sportwagen. Sogar an eine Art Kofferraum hinter den Sitzen wurde gedacht.

550 PS und Straßenfahrwerk

Der innere Schutzkäfig wird nur auf Wunsch montiert, so fällt der Einstieg leichter. Das langhubige Rallye-Fahrwerk, ideal für weite Sprünge und tiefe Löcher, wird durch ein Setup mit Bilstein-Dämpfern und Eibach-Federn für den sportlichen Straßeneinsatz umgerüstet. Es lässt sich aber bei Bedarf für den Offroad-Einsatz einfach auf das Rallye-Fahrwerk umrüsten.

Statt der per Air-Restrictor auf 300 PS gedrosselten, FIA-konformen Leistung des Rallye-EXR, kann der Käufer des EXR-S in die Vollen greifen: Er bekommt eine modifizierte Version des Kompressor-V8 aus dem Range Rover Sport, der 550 PS entfesselt und 705 Newtonmeter freisetzt. Verwaltet wird die Urgewalt von einem Sechsgang-Automatikgetriebe von ZF, das per Schaltpaddel auch manuell bedienbar ist.

Der Bowler EXR-S läuft 250 km/h

Bei insgesamt lediglich 1.800 Kilo Gesamtgewicht ist klar, dass da eine überaus erfreuliche Performance entsteht: 4,2 Sekunden benötigt der Bowler EXR-S, um aus dem Stand auf Tempo 100 zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

Billig wird das Vergnügen allerdings nicht. Umgerechnet 194.000 Euro - und damit rund 12.500 Euro mehr als für das Rallyeauto - verlangt Bowler von den Interessenten des EXR-S. Plus Steuern. Der Kundenkreis dürfte damit relativ elitär bleiben. 

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