Bristol Bullet

Roadster mit BMW-V8

Bristol Bullet Foto: Bristol Cars 26 Bilder

Der britische Traditions-Kleinserienhersteller will sich 2017 mit einem neuen Modell zurückmelden. Angekündigt wurde das neue Modell bereits 2015 zum 70. Jubiläum des Autobauers. In Goodwood startete ein Prototyp zum Hillclimb. Jetzt wurde das Serienmodell enthüllt.

2011 verabschiedete sich Bristol mit dem Bauende des Bristol Fighter vom Markt. Der Sportler mit dem V10 aus der Viper wurde seit 2004 gefertigt. 2015 feierte Bristol seinen 70. Geburtstag und kündigte dabei den Bristol Pinnacle (Projektname) an. Der offene Zweisitzer soll 2017 auf den Markt kommen.

Bristol Bullet mit BMW-V8-Motor

Um das Kundeninteresse hoch zu halten und auf sich aufmerksam zu machen, durfte zuletzt beim Hillclimb beim Festival of Speed in Goodwood ein erster Prototyp starten. Der kompakt gezeichnete Sportler (4,20 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,20 Meter hoch, Radstand 2,553 Meter), der als Serienmodell auf den Namen Bristol Bullet hört, setzt auf eine hohe Gürtellinie, markant ausgeformte vordere Kotflügel und kleine Flossen auf den hinteren Radläufen. Sämtliche Karosserieteile werden aus Kohlefaserlaminat geformt. Das Chassis darunter besteht aus Aluminium. Die beiden Passagiere werden nur von einer rahmenlosen Stummelwindschutzscheibe geschützt. Hinter den Passagieren türmen sich massive Überrollbügel sowie Airdomes auf. Auf ein Verdeck wurde verzichtet. Das ovale Kühlermaul steckt zwischen vier Rundscheinwerfern. Die Motorhaube trägt in ihrem Powerdome einen zusätzlichen Lufteinlass.

Darunter verbirgt sich ein frei saugender V8-Motor den BMW zuliefert. Hier kommt der bei BMW bereits aussortierte 4,8-Liter-V8 zum Einsatz kommen, wie ihn auch Morgan verbaut. Die Leistung liegt bei 374 PS und 490 Nm liegen. Diese Pferde müssen sich im Bristol mit lediglich 1.250 kg Gewicht auseinandersetzen. Geschaltet wird wahlweise per Automatik oder Schaltgetriebe – ebenfalls von BMW. Der Bullet soll in 3,8 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und maximal 250 km/h erreichen. Mit dem Einsatz eines BMW-Motors schlagen die Briten eine Brücke in die eigene Vergangenheit. Bereits in den 40er Jahren setzten die Briten auf bayerische Motoren und Fahrgestelle.

Das Cockpit zieren klassisch Leder und Edelholz. Ganz modern kommt das Infotainmentsystem mit Touchscreen und Online-Zugang daher. Preise für den Bristol Bullet, den es als Rechts- und linkslenker gibt, wurden noch nicht genannt. Der offene Zweisitzer, von dem nur 70 Exemplare gebaut werden sollen, dürfte aber rund 250.000 Pfund kosten. In den USA soll der Bullet nicht angeboten werden. Ausgeliefert wird der Bullet ab Januar 2017.

Der Bullet wird der letzte Bristol mit V8-Motor sein. In Zukunft wollen die Briten auf Hybridtechnik setzen. Das aktuelle Aluchassis soll bereits darauf ausgelegt sein. Die Range-Extender-Antriebe sollen dann von Frazer Nash kommen. Kein Wunder, sind die doch Eigentümer von Bristol Cars.

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