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Byton zeigt sich erstmals in Europa

Das Handelskonzept der Elektroauto-Marke

04/2018, BYTON Europapremiere Mailand Foto: Bernd Conrad 6 Bilder

Nicht etwa eine Automesse wie den Genfer Salon im März, sondern die Milan Design Week hat sich Byton für die Europapremiere der Marke und des ersten Modells ausgesucht. Auch das Handelskonzept wird präsentiert.

20.04.2018 Bernd Conrad Powered by

Auf der Milan Design Week zeigt Byton nicht nur erstmals das Konzeptauto des kommenden Elektro-SUV erstmals in Europa, sondern präsentiert auch das Gestaltungskonzept künftiger Niederlassungen der Marke. Die Byton Brand Stores, die das Unternehmen in Innenstadtlagen gemeinsam mit Handelspartnern eröffnen will, sollen dem eigenen Anspruch nach „mit einem konventionellen Autohaus so viel gemeinsam haben wie ein modernes Elektroauto mit einer Dampfmaschine.“

Dampfen dürfte es in den Byton-Läden aber durchaus. Man möchte dort nämlich nicht nur eine reine Beratungs- und Verkaufsplattform bieten, sondern die Kunden zum Verweilen einladen. Da gehört mindestens eine gute Kaffeemaschine dazu. Einen ähnlichen Weg gehen heute schon Premiummarken wie Maserati, Mercedes-Benz und Jaguar, aber auch Opel mit einem Pilotprojekt in einem Kaufhaus.

Byton will Kunden eine gute Zeit geben

04/2018, BYTON Europapremiere Mailand Foto: Bernd Conrad

Auch Byton möchte Besuchern der Brand Stores nicht einfach nur ein Auto zeigen. Henrik Wenders, Marketingchef bei Byton, erklärt: „Der Kunde soll eine “enjoyable time„ erleben und in Themenwelten eintauchen, in denen Byton zuhause ist – zum Beispiel die Vorstellung von neuartigen Produkten und Services in einer immer digitaler werdenden Welt.“

Zwischen 500 und 1.000 Quadratmeter sollen die künftigen Erlebnistempel für die Elektroautomarke werden. Ende 2018 soll in der chinesischen Metropole Shanghai die erste Niederlassung ihre Pforten öffnen. Immerhin ein Jahr vor dem Verkaufsstart auf dem dortigen Heimatmarkt. 2020 will Byton auch in den USA und in Europa die ersten Autos verkaufen. Schon vorher dürften dann die ersten Brand Stores potenzielle Kunden einladen, um Auto und Marke zu erklären.

Das Elektroauto als Smart Device

Gesprächsbedarf wird es geben. Byton sieht das Auto nämlich vor allem als „Smart Device“, also als mobiles Endgerät. Der Kunde soll sich auf das digitale Ökosystem der Marke namens „Byton Life“ einlassen. Dann können die elektronischen Helferlein am Auto die Türen öffnen, wenn sie den berechtigten Fahrer anhand von Kameras erkennen, Infotainment und Sitzposition auf ihn einstellen, aber auch aktuell laufende Musik nach der Ankunft im vernetzten Smart Home weiterlaufen lassen. Das funktioniert natürlich auch anders herum, wenn das Kind beispielsweise einen Film, den es gerade auf dem Tablet schaut, einfach im Auto weitersehen kann.

Auf der CES Asia (Consumer Electronics Show), die im Juni 2018 in Shanghai stattfindet, wird Byton übrigens die Studie für ein weiteres Modell der Marke präsentieren. Dann dürfte auch der Modellname des bislang schlicht als Byton Concept bezeichneten Elektro-SUV bekanntgegeben werden.

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