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Byton K-Byte Concept (2018)

Elektro-Limousine aus China

Byton K-Byte Concept Foto: Byton 19 Bilder
CES 2018

Byton zeigt seine nächste Studie: Der K-Byte ist eine leicht futuristisch gezeichnete Limousine. Der mit Lidar-Sensoren für autonomes Fahren ausgerüstete Wagen steht auf der CES in Shanghai. Im Interieur gleicht das 2. Modell des chinesischen Autoherstellers dem SUV mit dem Riesen-Display.

12.06.2018 Gregor Hebermehl

Mit dem M-Byte hat der chinesische Autohersteller Byton bereits ein Elektro-SUV vorgestellt, das Ende 2019 auf den heimischen Markt kommen soll – Nordamerika und Europa sind später dran. Jetzt folgt die Limousinen-Studie K-Byte. Zwar brechen die Limousinen-Märkte in den USA und Europa gerade rasant zusammen, aber in China scheint es für diese Karosserieform noch ausreichend Kundschaft zu geben. So hat der chinesische Hersteller Borgward im September 2017 die Limousinen-Studie Isabella Concept mit zur IAA gebracht und sich damit erstmals aus seiner SUV-Ecke gewagt. Im Gegensatz zu Borgward hat Byton noch kein einziges Serienmodell auf der Straße, gibt in Sachen Modellankündigungen aber weiter Gas. So soll es nach dem K-Byte auch noch einen Familien-Van geben, dessen Namen die Chinesen noch nicht verraten. Sollte Byton seine Namen an die Digitaltechnik-Maßeinheit „Byte“ anlehnen, käme nach Kilobyte (K) und Megabyte (M) jetzt Gigabyte oder Terabyte in Frage – dann würde der Van G-Byte oder T-Byte heißen. Ein einfaches V-Byte für „Van“ wäre ebenfalls denkbar.

Während der M-Byte bereits ein seriennaher Prototyp sein soll, in dem wir bereits mitfahren konnten, ist der K-Byte noch eine Studie, für die bisher kein Marktstartdatum kommuniziert wurde. Wie schon beim M-Byte setzt Byton-Chefdesigner Benoit Jacob auch beim K-Byte auf reduzierte Formen. Auffällig sind die an den Seiten und auf dem Dach explizit herausgestellten Lidar-Sensoren, die für autonomes Fahren benötigt werden. Laut Jacob sind Statussymbole wie „Chromgrills, Gummispoiler und Doppelendrohre“ Attributen wie „Sensoren, Kameras und hochauflösenden Displays“ gewichen. Allerdings können die seitlichen Sensoren bei Nichtgebrauch automatisch in der Karosserie hinter einer bündig schließenden Klappe verschwinden, wie auf den ersten von Byton veröffentlichten Bildern zu sehen ist. Ob sich die Dachsensoren ebenfalls versenken lassen, ist nicht zu erkennen, aber unwahrscheinlich.

Byton K-Byte Concept Foto: Byton
Knackiger Überhang vorne, kräftigeres Heck: Bytons neue Limousinen-Studie K-Byte.

Drei Meter Radstand

Der K-Byte ist 4,95 Meter lang und hat einen Radstand von drei Metern – so passt eine großzügig bemessene Batterie zwischen die Achsen. Die Front der Studie trägt eine Lichtstreifen-Grafik, die Byton „Smart Surface“ nennt – über verschiedene Leuchtgrafiken soll der Wagen nach außen kommunizieren. Kurz vor dem Türanschlag hängt an den vorderen Kotflügeln der Lidar-Sensor (light detection and ranging) als gewollt auffälliger, aber eben versenkbarer Fremdkörper, direkt darüber ist die Außenspiegel-Kamera positioniert. Der Überhang vorne ist knackig kurz. Wie beispielsweise schon das Brennstoffzellen-SUV Hyundai Nexo, trägt auch der K-Byte sogenannte Aeroblades an den C-Säulen. Dort kann der Wind die C-Säulen durchströmen, was die Strömung länger an der Fahrzeugoberfläche hält. Am Heck verläuft horizontal eine schmale durchgehende Leuchte, wie es seit einiger Zeit bei vielen Herstellern Trend ist.

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Vom Innenraum des K-Byte hat Byton bisher keine Bilder veröffentlicht. Allerdings sprechen die Designer auch hier von einem Display, das sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht – mit diesem Merkmal fiel schon der M-Byte auf. Beide Fahrzeuge basieren auf der gleichen E-Plattform des Herstellers.

Byton M-Byte (links), Byton K-Byte Concept Foto: Byton
Mehr Innenraum zeigt Byton vom K-Byte noch nicht: Wie schon beim SUV-Prottotyp M-Byte zeiht sich auch beim K-Byte ein Bildschirm über die komplette Fahrzeugbreite vor Fahrer und Beifahrer entlang. Auf dem Lenkrad prangt ebenfalls ein Bildschirm.

Bytons Modellbezeichnungen

Die ersten Namen seiner Modelle hat Byton erst jetzt, im Zuge der Vorstellung des K-Byte, bekanntgegeben. Henrik Wenders, Marketing-Chef des Herstellers aus Nanjing, begründet die Bezeichnung „K-Byte“ damit, dass das „K“ in fast jeder Sprache hart ausgesprochen wird. Dies soll für die Sportlichkeit der Limousine stehen. Das „M“ aus M-Byte soll hingegen für Harmonie stehen, auch wenn es den einen oder anderen vielleicht an Mercedes‘ erstes SUV, die M-Klasse, erinnert.

Byton M-Byte Foto: Byton
Mit dem Elektro-SUV M-Byte möchte Byton Ende 2019 sein erstes Auto auf den chinesischen Markt bringen. Weitere Märkte folgen später.

Bytes on Wheels

Byton steht für „Bytes on Wheels“. Den Hersteller gibt es erst seit September 2017 – als Tochtermarke der chinesischen Future Mobility Corporation (FMC). Investoren sind unter anderem der chinesische Auftragsfertiger für elektronische Produkte (etwa von Apple) Foxconn und das chinesische Internet-Unternehmen Tencent (u.a. WeChat). Byton möchte sich voll auf Elektroautos konzentrieren, die zeitnah autonom fahren sollen. Den Start soll das SUV M-Byte machen.

Mit dieser Idee steht Byton allerdings bei weitem nicht alleine da: Auf der Auto China in Peking stellten 2018 viele chinesische Autohersteller Elektro-SUV als „Smartphones auf Rädern“ mit großen Bildschirmen im Innenraum vor. Aktuell ist die Auswahl an Elektro-SUV noch überschaubar: Tesla hat das teure Model X im Angebot, ab Sommer 2018 ist der kleinere Jaguar i-Pace zu haben, Ende 2018 bringt Audi den e-tron quattro auf den Markt. Selbst der in letzter Zeit wegen Finanzproblemen in die Schlagzeilen geratene chinesische Hersteller Faraday Future will sein 1.000-PS-Elektro-SUV FF 91 ab Ende dieses Jahres im Dreischichtbetrieb produzieren. Zum Marktstart des M-Byte dürfte sich dieser in einem schon besser bestellten Feld aus Konkurrenz-Modellen etablierter und neuer Hersteller wiederfinden. Das Gleiche dürfte dann für die später kommende Limousine K-Byte gelten.

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