Can-Am Spyder

Speedo auf drei Rädern

Foto: brp 6 Bilder

Nicht Motorrad, nicht Auto, aber dennoch hoch spektakulär kommt das Dreirad Can-Am Spyder aus Kanada daher, mit dem die Bombardier-Tochter BRP nicht nur den nordamerikanischen Markt aufrollen will.

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Dort soll der Spyder ab Herbst 2007 antreten. Anfang 2008 rollt der Dreirad-Mix dann nach Frankreich und Spanien, wenig später dann in den Rest der Welt. Kostenpunkt für den Spyder: In den USA rund 15.000 Dollar, die Preise für die anderen Märkte sind noch nicht bekannt.

Der Käufer erhält für sein Geld ein auffällig gestyltes, nicht näher klassifizierbares Vehikel, das auf den Straßen schon jetzt für viel Aufmerksamkeit sorgt. „Ist das jetzt ein Motorrad, ein Roadster oder ein Mondfahrzeug?“ Die glaubwürdige Antwort fällt vermutlich schwer - aber das ist ja auch der Reiz an solchen Mobilen.

Und dann los. Einfach am gummierten Griff drehen (ganz wie beim Motorrad) und ab und weg. Die Bremse bedient der rechte Fuß, die fünf Gänge des sequentiellen Getriebes klackert der linke Fuß rauf und runter. Optional soll es auch eine Fünfgang-Automatik geben (1.500 Dollar).

106 PS treffen auf 316 Kilo Trockengewicht

Für flotten Vortrieb sorgt ein 990 Kubikzentimeter großer V2-Viertaktmotor mit Einspritzung und 106 PS sowie 104 Newtonmeter Drehmoment. Aufgehängt ist der Motor in einem Stahlrohrrahmen. Ein karbon-verstärkter Riemen ist für die Kraftübertragung an die Hinterachse zuständig. Das Gegengewicht: 316 Kilo plus Sprit und Fahrer. Sehr flotte Ampelstarts sind also kein Thema und auch schnelle Kurven nimmt der Spyder erstaunlich sicher. Die beiden Vorderräder werden an Einzelradaufhängungen geführt und die Lenkung ist elektronisch unterstützt. Anders ließen sich die 14-Zöller an der Vorderachse auch gar nicht zum Drehen bewegen.

Helm und Protektoren sind Pflicht.

Geht es doch einmal zu schnell in die Kurve – ABS, eine Traktionskontrolle und ESP bremsen allzu forsche Fahrmanöver rechtzeitig wieder ein. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 180 km/h liegen (elektronisch begrenzt). Airbags gibt’s logischerweise keine. Helm und Protektoren sind absolut Pflicht. Mit welcher Fahrerlaubnis der Spyder überhaupt bewegt werden darf, ist derzeit aber noch nicht vollständig geklärt.

Zwei Personen bzw. 200 Kilo dürfen auf dem Dreirad verreisen, ein Staufach in der Fahrzeugfront bunkert bei Bedarf bis zu 44 Liter Gepäck. Optional sollen sich Xenon-Lampen, eine Renn-Auspuffanlage, spezielle Koffersets und größere Verkleidungsscheiben ordern lassen.

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