car2gether Mitfahrprojekt von Daimler

Mobilität für den modernen Städter

Kopie von: car2gether, Mitfahrgelegenheit, Daimler, Smart Foto: Daimler 30 Bilder

Mit car2gether hat Daimler ein Mitfahr-Pilotprojekt in Ulm angeschoben, das die Mobilitätsbedürfnisse der modernen Städter bedienen soll. Denn zur Lösung der Verkehrsprobleme in den Metropolen sind zeitgemäße Ideen gefragt.

Seit dem Jahr 2008 leben weltweit mehr Menschen in Ballungsräumen als auf dem Land – Tendenz rasant steigend. Und immer weniger Großstädter werden in Zukunft ein eigenes Auto haben. In Berlin beispielsweise verzichten bereits heute 46 Prozent der Haushalte auf einen Privatwagen. "Das Bedürfnis des Einzelnen nach flexibler, komfortabler und günstiger Mobilität bleibt dennoch bestehen", sagt Michael Kuhn, Abteilungsleiter im Daimler-Geschäftsbereich Business Innovation.

Kuhn und seine Truppe haben die Aufgabe, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die mit dem ureigenen Kerngeschäft des Autokonzerns zu tun haben. Vor etwa einem Jahr wurde in diesem Team die Idee zu Car2gether geboren. Gemeinsam mit dem Aachener Software-Entwickler und Internetspezialisten Scientific Computers startete Daimler jetzt in Ulm ein Pilotprojekt, um mit Car2gether das Konzept einer webbasierten Mitfahr-Gemeinde unter Alltagsbedingungen zu testen.

Car2gether als moderne Mitfahrzentrale

Mitfahrangebote und -gesuche können bei Car2gether vom heimischen Rechner oder über Smartphones von unterwegs nahezu in Echtzeit vermittelt werden. Die Rahmenbedingungen scheinen günstig. Branchen-Analysten gehen davon aus, dass ab 2011 mehr neue Smartphones als neue PC verkauft werden und in zwei Jahren mehr Nutzer mobil auf das Internet zugreifen als stationär.

Zudem sollen eine Fanseite von Car2gether auf Facebook sowie ein eigenes Twitter-Konto das System in die virtuelle Welt integrieren und den Austausch zwischen seinen Nutzern fördern. Dennoch ist Projektleiter Michael Kuhn realistisch: "Wir betreten absolutes Neuland." Neben der technischen Erprobung der einzelnen Systemfunktionen gehe es vor allem darum, die Akzeptanz und das Nutzerverhalten der Teilnehmer auszuloten. Hauptzielgruppe sind 18- bis 35-Jährige, obwohl jeder Ulmer Bürger die Mitfahrvermittlung ausprobieren kann. "Ziel ist, mehr über das Mobilitätsverhalten junger Menschen zu erfahren", sagt Kuhn.

Studenten als Zielgruppe für Car2gether

Zu Beginn des Wintersemesters sollen deshalb auch gezielt die rund 12.000 Studenten der Hochschulen Ulm und Neu-Ulm für Car2gether interessiert werden. Als Eintrittskarte in die Mitfahrzentrale 2.0 gilt eine einmalige Registrierung auf der Car2gether-Website, wo ein Profil mit Foto, Mobilnummer und weiteren Informationen zum Nutzer angelegt wird. Doch weder dafür noch für die erforderliche Smartphone-Software fallen Gebühren an. Der empfohlene Preis, den Mitfahrer an den Fahrer entrichten sollen, beträgt 9,5 Cent pro Minute Fahrzeit. "Bei positivem Verlauf des Versuchs könnte Anfang 2011 eine automatisierte und bargeldlose Abrechnung eingeführt werden", so der Projektleiter.

Car2gether und Car2go als neue Mobilitätskonzepte

Denn ob die Geschäftsidee das Zeug zum Erfolgsmodell für zweckgebundene Mobilität in Ballungsräumen hat, weiß noch niemand. "Das herauszufinden ist Sinn und Zweck des Pilotprojekts Car2gether", sagt Kuhn. Mut macht indes die Erfolgsgeschichte des neuen Mietkonzepts Car2go, das im März 2009 in Ulm startete. Aktuell gibt es rund 20.000 Kunden – das ist ein Fünftel der Ulmer Führerscheinbesitzer. Seit Projektstart wurden mit der 200 Fahrzeuge starken Smart-Flotte bei durchschnittlich 5.000 Mietvorgängen pro Woche vier Millionen Kilometer absolviert. Wegen der großen Nachfrage kommen demnächst 100 weitere Smart hinzu. Und Anfang 2011 startet Car2go dann in Hamburg, einer waschechten Metropole.

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