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Car Sharing und weitere Mobilitätsdienste

BMW und Daimler starten neues Joint-Venture

Car2go Flotte Foto: Daimler

Schon 2016 gab es erste Gerüchte. Jetzt ist es offiziell: BMW und Daimler fusionieren ihre Mobilitätsdienstleistungen in einem neuen Joint Venture. Dazu gehören auch DriveNow und Car2go.

28.03.2018 Uli Baumann, Bernd Conrad Powered by

Neue Zeiten erfordern neues Denken. Plötzlich ist es für ehemals erbitterte Rivalen auch kein Problem mehr, gemeinsame Sache zu machen.

BMW und Daimler haben, wie bereits seit längerem spekuliert wurde, die Zusammenlegung ihrer Geschäftseinheiten für Mobilitätsdienste bekanntgegeben.

BMW und Daimler halten jeweils 50 Prozent

Das neue Joint-Venture wird zu jeweils 50 Prozent im Besitz von BMW und Daimler sein. Hier werden alle Aktivitäten in den Bereichen Car Sharing, Ride Hailing, Parkplatzsuche und -buchung sowie Batterieladelösungen gebündelt.

Die bekannten Car Sharing Marken DriveNow (BMW) und Car2go wurden erst kürzlich von den jeweiligen Autoherstellern komplett übernommen, bisher waren die Autovermieter Sixt (DriveNow) und Europcar (Car2go) zu jeweils 50 Prozent beteiligt.

Auch bekannte Marken wie die Taxi-App MyTaxi von Daimler und ParkNow von BMW werden Teil des neuen Gemeinschaftsunternehmens. Für den Kunden soll sich vorerst nichts ändern, alle Marken – also auch die beiden Car Sharing – Angebote – bleiben bestehen.

Gemeinsam wollen BMW und Daimler aber neue Mobilitätsdienste und auch die Elektromobilität schneller vorantreiben. Es ist davon auszugehen, dass die Flotten von DriveNow und Car2go zu einem größeren Teil elektrifiziert werden, als dies bisher der Fall war.

Die Partner wollen Elektromobilität fördern

„Mit dieser Allianz erleichtern wir unseren Kunden den Einstieg in die emissionsfreie Mobilität der Zukunft“, erklärt Harald Krüger, die Vorstandsvorsitzende von BMW. Gleichzeitig gibt er eingefleischten Fans beider Marken Entwarnung: „Im Wettstreit um die besten Premium-Fahrzeuge bleiben wir Wettbewerber.“

Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG, setzt auch große Hoffnungen in den Zusammenschluss: „Als Pioniere des Automobilbaus werden wir nicht anderen das Feld überlassen, wenn es um die urbane Mobilität der Zukunft geht. Um ein einzigartiges, nachhaltiges Ökosystem für urbane Mobilität zu entwickeln, wollen wir unsere Expertise und Erfahrung bündeln.“

Für den Kunden kann das Joint Venture von BMW und Daimler viele Vorteile bieten. Ein Geschäftsreisender muss nur eine Karte mitführen, um Car Sharing zu nutzen, eine Anmeldung genügt für das bargeldlose Bezahlen von Parkplätzen oder einer Taxifahrt.

Sixt hat kurz nach dem Ausstieg aus DriveNow eine eigene Mobilitätsplattform angekündigt. Für genügend Wettbewerb sollte also weiterhin gesorgt sein. Um das zu prüfen, müssen die Kartellbehörden den Joint-Venture-Plänen von BMW und Daimler erst noch zustimmen.

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