Carrozzeria Touring - Leicht und schnell

Foto: Kittler 26 Bilder

Kaum ein italienischer Automobilhersteller, für den die Mailänder Karosseriebaufirma Touring nicht tätig war. Gegründet wurde der Betrieb 1926 von Felice Bianchi Anderloni und Gaetano Ponzoni.

Berühmt wurde das Unternehmen durch die patentierte Leichtbaukonstruktion (Superleggera), die auf einem Gitterrohrrahmen basierte. Darüber hinaus hatten die Aluminium-Karosserien stets eine aerodynamisch günstige Form.

Vor allem Alfa-Romeo-Sechs- und Achtzylinder wurden so aufgebaut und in vielen Rennen eingesetzt. Bekannt wurden aber auch Auftragsarbeiten für BMW - so entstand das in Superleggera-Bauweise optimierte 328 Stromliniencoupé, mit dem 1940 die Mille Miglia gewonnen wurde.


Im gleichen Jahr wurde ein modernistisch geformter Roadster hergestellt, der bereits die Technik des 328-Nachfolgemodells unterm Blech tragen sollte. Es kam zwar weder zu einem Renneinsatz, noch zum Einbau der neuen Technik - aber dafür überlebte dieses Auto den Zweiten Weltkrieg.

Die Blütezeit in den 50er-Jahren

In den 50er-Jahren entstanden Alfa- und Lancia-Sonderkarosserien. Auch Aston-Martin, Bristol, Ferrari, Maserati und Pegaso sowie einige andere Automobilbauer versicherten sich der Dienste des Mailänder Spezialisten. Touring erlebte damals seine Blütezeit. Dennoch musste die Firma 1966 aus wirtschaftlichen Gründen schließen - denn die meisten Autohersteller bauten nun ihre Aufbauten selbst. Letzte Auftragsarbeiten waren der Fiat 124 als zweitüriges Cabriolet und ein Lamborghini 400 GT (Flying Star).

Renaissance von Touring geplant
Die Rechte am Namen sowie die Immobilien und die restlichen Fertigungseinrichtungen landeten schließlich bei einem Mischkonzern, der 2008 die Wiederbelebung von Carrozzeria Touring Superleggera wagte. Zwei Designmodelle wurden im ersten Halbjahr gezeigt, anschließend soll - wenn alles gut geht - eine Kleinserienproduktion anlaufen.

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