Carver

Straßen-Kämpfer aus Holland

Foto: Carver 13 Bilder

Fahrdynamische Höhepunkte zu erreichen, schreiben sich viele Autobauer auf die Fahnen. Einen eigenen Weg dahin geht der Hersteller Carver mit seiner Kreuzung aus Auto und Motorrad, die den Staßenverkehr aus einer anderen Perspektive erleben lässt.

Während die Fahrerkabine und der Vorderbau eindeutig der Gattung Einspurfahrzeug zuzuordnen sind, folgt die Antriebseinheit und das Fahrzeugheck den Gepflogenheiten des Automobilbaus. Das Vorderrad wird per Einarmschwinge geführt und per Radnabenlenkung auf Kurs gehalten. Gesteuert wird der Carver dann allerdings konventionell mit einem Lenkrad. Wer am Volant dreht, wird aber sofort mit einer weiteren Eigenheit des Carver konfrontiert - der Carver legt sich wie ein Motorrad in die Kurve und zwar um bis zu 45 Grad. Möglich macht dies die schwenkbare Lagerung des Passagierabteils in zwei Punkten an der Antriebseinheit und eine entsprechende hydraulische Schwenksteuerung. Lediglich bei Geschwindigkeiten unter zehn km/h und im Rückwärtsgang hält das System den Carver aufrecht.

Diese wiederum schiebt die mit Verbundwerkstoffen beplankte Fahrerkabine aus einem Stahl-Gitterrohrrahmen, in der zwei Personen hintereinander Platz finden, mit einer Leistung von 65 PS vor sich her. Kraftquelle ist dabei ein 660 Kubikzentimeter großer Reihenvierzylinder mit Vierventiltechnik und Turboaufladung, der ein maximales Drehmoment von 100 Nm bereitstellt und mit einer herkömmlichen manuellen Fünfgang-H-Schaltung verbunden ist. Trotz der bescheidenen Motorleistung stürmt der nur 620 Kilogramm schwere Carver in 8,2 Sekunden von Null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h. Den Durchschnittsverbrauch gibt der Hersteller mit 5,5 Liter pro 100 Kilometer an.

Für ausreichend Traktion des 3,40 Meter langen, 1,40 Meter hohen und 1,30 Meter breiten Vehikels sorgen Pkw-Hinterreifen im Format 195/45-15. Am Vorderrad dreht sich ein Motorradpneu der Größe 140/70-17.

Preise ab 29.500 Euro

Zur Ausstattung des Carver gehören unter anderem ein herausnehmbares Dach, elektrische Fensterheber, Leichtmetallfelgen, ein Sportlenkrad, Metallic-Lack, Sitzbezüge aus Leder- oder Alcantara, ein voll einstellbares Federbein vorne, ein CD-Radio, eine Alarmanlage, ein Heckspoiler und eine Ladedruckanzeige. Selbstverständlich können auch weitere Individualisierungswünsche beim in Handarbeit gefertigten Fahrzeug berücksichtigt werden.

Wer mit dem Carver, der in allen EU-Ländern homologiert ist, nun gerne mal über die Straßen räubern möchte, muss sich allerdings noch etwas gedulden. Die ersten 500 Fahrzeuge sollen im Herbst 2005 zum Stückpreis von 29.500 Euro ausgeliefert werden. Wer später kommt, muss sich auf zehn bis zwölf Monate Wartezeit einstellen.

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