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Chery baut ersten SUV für Europa

Hersteller verspricht hohe Qualität

Chery Exeed TX IAA 2017 Foto: Stefan Baldauf/Guido ten Brink 13 Bilder
IAA 2017

Der chinesische Autobauer Chery präsentiert auf der IAA seinen ersten SUV für Europa. Der soll nach „höchsten Standards“ gebaut werden. Dafür nutzt Chery auch das Know-How europäischer Firmen wie Bosch oder Continental.

13.09.2017 Uli Baumann, Roman Domes 1 Kommentar

Chery, nach eigenen Angaben Chinas führender Automobilexporteur, plant in den nächsten Jahren den Vertriebsstart von Pkw in Europa mit neuer Modellbezeichnung. Das erste Modell im Portfolio wird ein kompakter SUV für junge, trendorientierte Kunden in urbanen Zentren sein.

Chery Exeed TX IAA 2017
Weltpremiere in Europa für die Chinesen 2:02 Min.

Der Chery Exeed TX feiert auf der IAA als seriennahes Modell Weltpremiere. Neben dem neuen SUV präsentiert Chery die SUV-Studie Tiggo Coupé sowie die Serienmodelle TIGGO 5x und TIGGO 7, zwei der neuesten Chery-Fahrzeuge für internationale Märkte, in denen die Marke bereits vertreten ist.

Exeed TX als Hybrid und Elektro-SUV

Der Exeed TX wird in Europa mit drei Antriebsarten angeboten werden: als Hybrid, Plug-in-Hybrid und Elektroauto. Zuerst kommt der Plug-in Hybrid (PHEV) auf den Markt. Den PHEV treibt eine Kombination aus einem 150 PS starken 1,5-Liter-Turbo-Beziner und 85-kW-Elektromotor aller vier Räder an.

Das SUV soll in 6,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und 200 km/h schnell fahren. Den Verbrauch gibt Chery mit 1,8 Litern nach NEFZ an. Bis 120 km/h kann der Exeed elektrisch fahren, er wird dabei bis zu 120 km/h schnell. Per Schnellladung soll die Batterie in 30 Minuten zu 80 Prozent geladen werden können.

Bekannte Zulieferer, 5-Sterne-Crashtest

Chery nutzt für sein SUV das Know-how namhafter Zulieferer. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kommt von Getrag, de Allradantrieb entwickeln Dana und Borg Warner. Bosch liefert außer den 7- und 10-Zoll-Displays Teile für das Motormanagement und die Sicherheitsausstattung. Von Continental kommen die Reifen, ein Karosseriesteuermodul und Teile der Elektronikarchitektur.

In China hat das SUV bereits ein 5-Sterne-Rating im NCAP-Test erreicht. Die aktive Sicherheit unterstützen Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Totwinkel- und Müdigkeitswarner. Im Fall eines Unfalles holt der SUV per E-Call Hilfe.

Chery verspricht „Qualität nach europäischen Standards“

Damit auch deutsche und europäische Kunden sich für den Chery-SUV interessieren, haben die Chinesen eine große Offensive gestartet, die belegen soll, dass nach „höchsten Maßstäben konstruiert wird“. Grund sind die in der Vergangenheit in Tests ziemlich schlecht abschneidenden Modelle aus China – etwa der Brilliance BS6, der beim EuroNCAP-Crashtest einst vollends versagte.

„Wir müssen einen sehr attraktiven ersten Eindruck hinterlassen“, sagt He Xiaoping, Marketing-Leiter von Chery. Das haben sie geschafft – zumindest beim Crashtest: Dort räumte das Chery-SUV fünf Sterne ab – Höchstwertung, auch bei den Assistenzsystemen.

Zusätzlich setzt Chery auf eine umfassende Konnektivität, Beispiel: Alle gängigen Smartphone-Anbindungen, sprich Apple Carplay oder Android Auto und MirrorLink, werden unterstützt. WLAN gehört zum Serienumfang, genau wie ein großer Zentral-Touchscreen mit Echtzeit-Navigation.

E-SUV-Studie mit 500 km Reichweite

In die Zukunft schaut Chery mit der Studie Tiggo Coupé. Das coupéhafte SUV basiert auf einer neuen modularen Architektur. Es ist elektrisch angetrieben und verfügt über ein interaktives Lenkrad, das im autonomen Fahrmodus zusammengeklappt und als Gamecontroller verwendet werden kann. Der 120 kW starke E-Motor beschleunigt das Tiggo Coupé in sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis 200 km/h. In 20 Minuten soll die Lithium-Ionen-Batterie auf 80 Prozent ihrer Kapazität geladen werden können. Voll geladen reicht der Strom laut Chery für bis zu 500 Kilometer.

Namhafte Zulieferer beim ersten europäischen Auto von Chery

Bei seinen Zulieferern setzt Chery auf europäisches und vor allem auf deutsches Know-How. Die LED-Scheinwerfer stammen von Hella, Continental liefert Steuermodule für die Bordelektronik sowie die Reifen des Chery-SUV. Der Allradantrieb stammt von Dana und BorgWarner, das Getriebe von Getrag. Für Chery sind diese Maßnahmen wichtig, um nicht in die Billig-Ecke geschoben zu werden.

Um ihre Ambitionen zu unterstreichen, planen die Chinesen eine europäische Vertriebszentrale aufzubauen. Dazu soll es neue Design-, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Europa geben. Darüber hinaus sollen in den kommenden Jahren Hybrid-Modelle mit und ohne Stecker sowie reine Elektroautos in verschiedenen Segmenten nach Europa kommen und auf einer neuen modularen Plattform aufbauen.

In Sachen Konnektivität sollen die Chery-Modelle neue Klassenstandards setzen, die Chinesen wollen sich aber auch auf hohe Produktqualität, emissionsarme bzw. emissionsfreie Antriebstechnologien sowie eine emotionale Beziehung zu den Kunden fokusieren.

Ein führender chinesischer Automobilbauer

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Vor 20 Jahrenstartete Chery in einer kleinen Garage. Heute ist Chery der erfolgreichste Fahrzeugexporteur Chinas. Seit der Gründung des Unternehmens wurden mehr als 1,2 Millionen Fahrzeuge im Ausland verkauft. Zudem ist Chery der erste chinesische Hersteller, der über sechs Millionen Fahrzeuge absetzen konnte. Seit 14 Jahren in Folge hält das Unternehmen den Titel des führenden Fahrzeugexporteurs in China.

2016 lag der Absatz der Chery-Gruppe bei über 700.000 Einheiten, 28 % höher als im Vorjahreszeitraum. Von ihnen wurden etwa 100.000 Fahrzeuge im Ausland verkauft – eine Zahl, die fast 30 % aller chinesischen Fahrzeugexporte ausmacht.

Chery verfügt über hinreichende Produktionskapazitäten, die ehrgeizigen Ziele des Unternehmens in Europa zu erfüllen. In vier Werken in China kann das Unternehmen mehr als eine Million Fahrzeuge, etwa eine Million Motoren und rund 600.000 Getriebe jährlich fertigen. Außerhalb des Heimatmarkts verfügt Chery über zehn Produktionsstätten sowie über ein Vertriebs- und Werkstattnetz mit rund 1.200 Anlaufstellen, im Vergleich zu über 500 Händlern in China.

Neuester Kommentar

Na Ja, in China wird ja der Großteil von jeder Art Elektronik gebaut und im Besten Fall in Europa zusammen geschraubt, logisch das man jetzt übergeht Endprodukte zu liefern. Mit den vielen Patenten die man durch den Kauf tausender Firmen bekommen hat ist es nicht einmal Kopieren.

Nach dem die Leute immer weniger Geld zur Verfügung haben eine echte Alternative.

Quadmoto 28. August 2017, 13:30 Uhr
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