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Chevrolet will wachsen: Noch mehr Konkurrenz für Opel

Chevrolet will wachsen Noch mehr Konkurrenz für Opel

Die GM-Hausmarke Chevrolet will die Zahl ihrer verkauften Autos in Deutschland mittelfristig verdoppeln und wildert damit noch tiefer im Revier ihrer angestammten Schwester Opel.

"Perspektivisch werden wir uns in Deutschland bei 45.000 bis 60.000 Autos positionieren können", sagte Steffen Raschig, der Geschäftsführer von Chevrolet Deutschland, dem Onlinemagazin Autogazette.de. "Ich denke, dass uns das frühestens 2014 gelingen kann, spätestens sollten wir das aber 2016 geschafft haben."
 
Chevrolet hieß früher Daewoo und stammt ursprünglich aus Südkorea. Als Teil des US-Autokonzerns General Motors tragen die in Deutschland verkauften Wagen amerikanische und koreanische Gene in sich. Chevrolet tritt mit Kampfpreisen gegen die etablierte Konkurrenz in Deutschland an - und damit auch gegen Opel. Der Erfolg von Chevrolet gilt als ein Grund für die Probleme der Rüsselsheimer. Während sich Chevrolet der Rückendeckung aus der Konzernzentrale in Detroit sicher sein kann, kamen bei Opel jüngst Verkaufsspekulationen auf, die nur halbherzig zurückgewiesen wurden.

Opel noch zehn Mal so groß

In Deutschland verkaufte Chevrolet im vergangenen Jahr knapp 24.500 Autos und kam damit nach Daten des Kraftfahrtbundesamtes auf einen Marktanteil von 0,8 Prozent. Opel wurde etwa zehnmal so viele Wagen los und kam mit 233.500 Stück auf einen Anteil am Gesamtmarkt von 8,0 Prozent. Während Opel seinen Marktanteil in diesem Jahr bislang gehalten hat, baute Chevrolet ihn bis Mai weiter aus auf 0,9 Prozent - Tendenz steigend.
 
Im Gesamtjahr will Chevrolet-Deutschland-Chef Raschig die Verkäufe auf 32.000 Stück hochschrauben -  "vielleicht auch noch ein paar mehr". Er setzt dabei auf gleich sieben neue Modelle. Chevrolet sei in Deutschland auf dem Weg zu einem Vollsortimenter, sagte Raschig.
Gestartet war die Marke in Deutschland (damals noch als Daewoo) mit neu aufgelegten Opel-Modellen wie dem letzten Kadett; später machte sie sich einen Namen mit Kleinwagen.
 
Ende des Jahres bringt die GM-Tochter auch das US-Elektroauto Volt auf den deutschen Markt. "Wir setzen hier nicht primär auf das Erreichen hoher Stückzahlen", sagte Raschig. "Der Volt wird uns dabei helfen, dass wir nicht nur eine Marke mit PS-starken Motoren sind, sondern auch grüne Technologien im Portfolio haben." Dass Opel parallel den nahezu baugleichen Ampera anbietet, empfindet Raschig als unproblematisch. Der Kunde in Deutschland wisse genau, "dass wir mit dem Chevrolet Volt das Original auf den Markt bringen, das in den USA bereits recht erfolgreich läuft".

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