Chrysler

Angestellte in Gefahr

Foto: Chrysler

Chrysler will zehn bis 15 Prozent seiner 14.900 Angestellten-Stellen streichen. Damit könnten bis zu 2.235 Beschäftigte betroffen sein, berichtete die "New York Times" am Donnerstag (16.3.) in ihrer Onlineausgabe.

Der Stellenabbau sei Teil des Plans der Muttergesellschaft Daimler-Chrysler, bis 2008 weltweit 6.000 Jobs zu streichen.

Chrysler-Chef Thomas W. LaSorda habe den Mitarbeitern erklärt, die Gesellschaft plane keine Entlassungen. Sie werde stattdessen Freiwillige suchen, die sich an Abfindungsprogrammen beteiligen.

Die meisten Chrysler-Angestellten und im Ruhestand befindlichen ehemaligen Angestellten des Autoherstellers müssen zudem zukünftig mehr für ihre Krankenversicherung zahlen. Dies hat die Chrysler Group am Mittwoch bekannt gegeben. Damit will der Autobauer Kosten sparen.

Je höher die Bezüge der Mitarbeiter, umso höher werden künftig ihre Eigenbeiträge. Dabei müssen die Spitzenmanager die Kosten für die Krankenversicherung zukünftig voll selbst tragen. Die Mitarbeiter müssten mehr für Krankenversicherung zahlen, damit das Unternehmen wettbewerbsfähig sein könne, betonte LaSorda.

Chrysler erwartet für 2006 Krankenversicherungskosten von insgesamt 2,3 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) für alle Arbeiter und Angestellten. Die Krankenversicherungskosten stiegen rascher als die Inflation und hätten sich seit 2000 um 100 Prozent erhöht.

Während die höheren Beiträge der Angestellten für die Krankenversicherung von dem Unternehmen angeordnet werden können, ist Chrysler bei den Arbeitern auf deren Einverständnis und das der Automobilarbeitergewerkschaft UAW angewiesen, weil die Chrysler-Arbeiter tariflich garantierte Krankenversicherungsleistungen haben.

General Motors und Ford haben bereits solche Vereinbarungen mit der Gewerkschaft für ihre Arbeiter bereits getroffen, bei Chrysler stehen sie noch aus. Chrysler war 2005 das einzige der drei Unternehmen, das in Nordamerika Geld verdient hatte.

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