Chrysler

Ausbau der Kooperation mit Volkswagen

Foto: Chrysler

Nach der Trennung von Daimler und der Übernahme durch den Finanzinvestor Cerberus will der US-Konzern Chrysler die Kooperationen mit anderen Herstellern, vor allem mit Volkswagen und Mercedes, fortsetzen und teilweise ausbauen.

"Auch für neue Modelle wie den Dodge Journey werden wir 2.0 Liter-Diesel-Motoren von Volkswagen einkaufen. Beim PT Cruiser werden wir den 2.2 Liter Diesel von Mercedes durch ein neues Mercedes-Aggregat ersetzen", sagte Chrysler-Vice President Larry D. Lyons im Gespräch mit auto motor und sport.

Keine eigenen Chrysler-Diesel

Aus Kostengründen will Chrysler weiterhin auf die Entwicklung eigener Dieselmotoren verzichten und die Aggregate - auch für zusätzliche Modelle - bei den bisherigen Partnern einkaufen, so Lyons. Auch den großen 3.0 Liter V6 Mercedes-Diesel werde Chrysler weiterhin im Angebot behalten, unter anderem beim Chrysler 300 C und Jeep Grand Cherokee, um sich eigene Entwicklungskosten zu ersparen. Chrysler hat im Pkw-Bereich insgesamt vier Diesel-Motoren im Angebot. Das vierte Aggregat, ein 2.8 Liter Turbodiesel, stammt von der General Motors-Tochter VM Motori.

Für Volkswagen hat Chrysler einen Minivan entwickelt, der 2008 auf den US-Markt kommen wird. Mit dem chinesischen Hersteller Chery hat der US-Konzern im Februar eine Kooperation im Kleinwagensegment vereinbart. Im Kompakt- und Mittelklasse-Segment kooperiere Chrysler bereits erfolgreich mit Mitsubishi, etwa bei den Plattformen für die Modelle Dodge Caliber oder Chrysler Sebring. Auch die Hybrid-Allianz zwischen dem ehemaligen DaimlerChrysler-Konzern sowie BMW und GM wollen die Amerikaner fortführen. Lyons: "Wir sind hier der Treiber der Entwicklung."

Verschlankung der Modellpalette

Um seine Kostenstruktur zu verbessern, plane Chrysler zudem Streichungen im Modellportfolio seiner Marken Chrysler, Dodge und Jeep: "Wir stellen alle Modelle auf den Prüfstand. Die Diskussionen hierzu sind aber noch nicht abgeschlossen", sagt Lyons. Chrysler folgt damit dem Beispiel des US-Rivalen General Motors, der ebenfalls an regionalen Marken wie Buick, GMC und Pontiac festhält, die Zahl der Modelle aber deutlich reduzieren will, um die Komplexität und Kosten in der Produktion und im Vertrieb zu senken.

Den Absatz außerhalb Nordamerikas will Chrysler mehr als verdoppeln: "Im vergangenen Jahr haben wir außerhalb Nordamerikas 206.000 Fahrzeuge verkauft. Schon 2011 wollen wir international mehr als 412.000 Fahrzeuge verkaufen, nicht zuletzt dank des neuen Kleinwagens, den wir mit Chery auf den Markt bringen", sagt Michael Manley, Executive Vice President International Sales und Marketing. Der Anteil des internationalen Geschäfts soll damit von heute acht Prozent auf rund 20 Prozent steigen. Der größte Auslandsmarkt außerhalb Nordamerikas sei mit einem Anteil von 50 Prozent schon heute West- und Zentral-Europa.

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