Chrysler bezieht Diesel bald nicht mehr von VW

Foto: Crysler

Der amerikanische Autobauer Chrysler will künftig keine Dieselmotoren mehr von Volkswagen beziehen. Das kündigte Chrysler-Entwicklungschef Frank Klegon an.

"Heute kaufen wir unsere Diesel-Motoren noch von Mercedes, der GM-Tochter VM Motori und VW ein. Der Vertrag mit VW wird allerdings in Kürze auslaufen und nicht verlängert. Wir wollen unsere Bezugsquellen konsolidieren", sagte Klegon.

Volumen soll überwiegend an Mercedes gehen

Im vergangenen Jahr bezog Chrysler rund 40.000 Selbstzünder bei VW, rund 43.000 bei Mercedes und 55.000 bei VM Motori, die in verschiedenste Chrysler-Modellen eingebaut wurden. Dem Vernehmen nach soll das Auftragsvolumen von VW künftig überwiegend von Mercedes geliefert werden. Die Stuttgarter würden damit die Lieferung von Dieselmotoren an Chrysler fast verdoppeln. Klegon rechnet damit, dass sich die Nachfrage nach Chrysler-Dieselmodellen in den nächsten Jahren um rund 15 Prozent erhöhen wird.

Enge Zusammenarbeit zwischen Chrysler und Mercedes

Trotz des Verkaufs der Chrysler-Mehrheitsanteile von Daimler an den Finanzinvestor Cerberus werde die Zusammenarbeit von Mercedes und Chrysler weiter intensiv fortgesetzt, so Klegon. "Wir werden die gute Zusammenarbeit mit Mercedes auch in Zukunft fortführen - unter anderem in den Bereichen Brennstoffzelle, Diesel-Motoren und Benziner-Entwicklung. Bei den Themen Elektronik und fortgeschrittene Sicherheit bleiben wir Abnehmer für Mercedes-Entwicklungen. Der zeitliche Abstand beträgt dabei gewöhnlich etwa ein Jahr, so etwa auch beim intelligenten Cruise Control."

Auch bei einzelnen Modellen ist die Kooperation durch die gemeinsame Nutzung von Komponenten sehr eng. "Wir werden uns keine kompletten Fahrzeugarchitekturen mit Mercedes teilen, aber Modelle wie etwa der Nachfolger des Jeep Grand Cherokee und Mercedes M-Klasse werden auf viele gemeinsame Komponenten zurück greifen, wie etwa die Achsen. Wir prüfen die Komponenten, die wir gemeinsam nutzen können, von Fall zu Fall. Schiebedächer sind ein Beispiel für ein Teil, das wir global gemeinsam einkaufen."

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