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Chrysler-Bilanz 2010

Chrysler weiter mit Verlusten

Die ehemalige Daimler-Tochter Chrysler schreibt weiterhin Verluste. Im vergangenen Jahr summierte sich das Minus auf unterm Strich 652 Millionen Dollar. Alleine im Schlussquartal verlor der kleinste der drei US-Autokonzerne 199 Millionen Dollar. "Unsere Arbeit ist noch nicht getan", räumte Firmenchef Sergio Marchionne am Montag (31.1.) ein.

Chrysler ist der Problemfall unter den drei großen US-Autokonzernen. Die heimischen Konkurrenten General Motors und Ford schreiben nach der schweren Branchenkrise schon wieder Milliardengewinne. Marchionne, der gleichzeitig Fiat führt, sieht Chrysler erst dieses Jahr soweit, Geld zu verdienen. Er prognostiziert, dass 200 bis 500 Millionen Dollar übrig bleiben.

Verkäufe ziehen an

Die Insolvenz von Chrysler im Sommer 2009 hatte viel Vertrauen bei den Autokäufern zerstört. Marchionne war es nach dem Neustart aber gelungen, die Verkäufe anzukurbeln und die Verluste einzudämmen. Im Gesamtjahr wurde Chrysler 1,52 Millionen Wagen los. Der Marktanteil auf dem wichtigen Heimatmarkt stieg nach Angaben des Unternehmens von 8,8 auf 9,2 Prozent.
 
Chrysler will nun weiter zulegen. Marchionne rechnet in diesem Jahr mit einen Umsatz von mehr als 55,0 Milliarden Dollar nach zuletzt knapp 42,0 Milliarden Dollar. Vergleichszahlen für das Jahr 2009 veröffentlicht das Unternehmen wegen der Insolvenz nicht. Die Regierung hatte Chrysler mit milliardenschweren Staatshilfen vor dem Untergang bewahrt.
 

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