Chrysler-Insolvenz

Chrysler-Werke in Kanada stellen Betrieb ein

Foto: Daimler-Chrysler 24 Bilder

Nach dem Insolvenzantrag für den maroden US-Autobauer Chrysler haben die kanadischen Werke die Produktion eingestellt.

Wie das Unternehmen am Freitag (1.5.) nach kanadischen Medienangaben mitteilte, gelte die Stilllegung bis auf weiteres. Es seien rund 7.000 Arbeiter in den beiden Betriebsstätten betroffen.

Nach den Werken in Kanada stellten von Montag an auch weitere US-Fabriken die Fertigung
ein, die meisten übrigen Werke sollen noch diese Woche folgen

Chrysler Insolvenz 30.4.2009 1:18 Min.

LaSorda tritt zurück

Chrysler hatte einen offiziellen Insolvenzantrag bei einem Gericht eingereicht und angekündigt, die Produktion zunächst großteils einzustellen. Sie soll erst nach Abschluss des Insolvenzverfahrens wieder das normale Niveau erreichen. Chrysler-Chef Bob Nardelli wird dann zurücktreten. Vize-Chef Tom LaSorda kündigte in einer Unternehmensmitteilung vom Freitag seinen sofortigen Rückzug an. Das Weiße Haus hatte betont, im Insolvenzverfahren werde es keine Werksschließungen und Entlassungen geben.

Die US-Gewerkschaft UAW soll wie angekündigt die Mehrheit an dem neuen Unternehmen Chrysler bekommen. Ihr Gesundheitsfonds VEBA werde nach Abschluss des Insolvenzverfahrens 55 Prozent halten. Die US-Regierung werde acht Prozent der Anteile übernehmen, Kanada für weitere Milliardenspritzen zwei Prozent. 

Fiat-Mehrheit erst nach Schuldenrückzahlung möglich

Der italienische Autoproduzent Fiat übernimmt zunächst 20 Prozent. Fiat dürfte erst eine Mehrheit an Chrysler übernehmen, wenn alle staatlichen Kredite zurückgezahlt sind.

Chrysler hatte bislang nur dank Milliardenkrediten aus Washington überlebt und wollte weitere Hilfen haben. Der Autobauer schuldet mehr als 40 Banken und Hedgefonds rund 6,9 Milliarden Dollar.

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