Chrysler-Krise

Die Insolvenz scheint unausweichlich

Foto: Chrysler 24 Bilder

Der US-Autobauer Chrysler steht laut einem Zeitungsbericht unmittelbar vor der Insolvenz. In der Nacht zum Donnerstag seien die Verhandlungen zwischen US-Regierung und Chrysler-Gläubigern gescheitert, berichtete das "Wall Street Journal" in der Online-Ausgabe unter Berufung auf informierte Personen.

Ein Insolvenzantrag noch am Donnerstag (30.4.) sei nun so gut wie sicher.

Insolvenz muss nicht das Ende von Chrysler bedeuten

Eine Insolvenz des Kleinsten unter den "Großen Drei" der US-Autobranche wäre eine beispiellose Zäsur, müsste jedoch nicht das Ende von Chrysler bedeuten. Die Regierung gehe davon aus, Chrysler schnell durch eine Insolvenz zu bringen und den italienischen Fiat-Konzern einsteigen zu lassen, schrieb die Zeitung. Alles könne möglicherweise binnen Wochen geregelt werden, hieß es unter Berufung auf Regierungsvertreter.

Allerdings öffnet der Gang zum Insolvenzrichter auch eine neues Feld von Unwägbarkeiten. Gläubiger oder auch Chrysler-Händler könnten das Verfahren mit eigenen Forderungen behindern.

Gläubiger wollen nicht auf ihre Forderungen verzichten

Die Regierung hatte sich schon seit Wochen auf eine Chrysler-Insolvenz vorbereitet. Fiat ist zwar bereit, bei der maroden einstiegen Daimler-Tochter mit 35 Prozent einzusteigen - will dabei aber kein Geld investieren. Insofern galt der Gang zum Insolvenzrichter bereits seit einiger Zeit als nötige Zwischenstufe. US-Präsident Barack Obama hatte noch am Mittwoch Hoffnung auf ein
Weiterbestehen des Herstellers gemacht.

Die Gespräche über eine Rettung ohne Insolvenzverfahren seien daran gescheitert, dass Gläubiger nicht in dem Maße auf ihre Ansprüche verzichten wollten wie es Washington verlangte, schrieb das "Wall Street Journal". Chrysler schuldet den gut 45 Banken und Hedgefonds 6,9 Milliarden Dollar. Die Regierung wollte die Verbindlichkeiten dem Bericht zufolge zuletzt auf maximal 2,25 Milliarden Dollar drücken.

Regierungsgeld nur gegen tragfähiges Konzept

Chrysler hatte um zusätzliche Kredite gebeten. Das Weiße Haus stellte als Bedingung für weitere sechs Milliarden Dollar ein Ultimatum: Bis Ende April müssten ein tragfähiges Zukunftskonzept mit einem starken Partner vorliegen sowie eine Einigung mit den Gläubigern.

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