Chrysler

LaSorda schreibt Mitarbeitern

Foto: Daimler-Chrysler

In einer E-Mail-Botschaft an die nordamerikanischen Beschäftigten hat Chrysler-Chef Tom LaSorda angekündigt, dass bereits in den nächsten Tagen die Abfindungs-Angebote vorgestellt werden. Darüber hinaus appellierte der Chrysler-Chef an die Mitarbeiter, bei allen Zukunftssorgen, ihre Kraft in das Wiedererstarken des Unternehmens zu setzen.  

Details gab es wenige, dafür umso intensivere Durchhalteappelle an die Chrysler-Belegschaft. Am späten Mittwochnachmittag (21.2.) hatte Tom LaSorda in einer E-Mail-Botschaft an die Mitarbeiter des wirtschaftlich angeschlagenen Autobauers gewendet. Wohl auch um die Wogen der Unruhe zu glätten, die durchs Unternehmen schwappen, seit Daimler-Chrysler-Konzernchef Dieter Zetsche vor einigen Tagen einen Chrysler-Verkauf nicht mehr ausgeschlossen hat.

Durchhalteparolen an die Mitarbeiter

Keine neuen Aussagen gab es zu dem Fall von LaSorda. Er verwies dabei auf das Aktienrecht, das ihm weitere Ausführungen zu dem Thema verbiete. LaSorda unterstrich aber, dass Zetsche und der Daimler-Chrysler Vorstand die nun eingeleiteten Restrukturierungsmaßenahmen "sehr stark unterstützten" und führte die Milliardeninvestitionen im Bereich der Motoren-/Getriebeentwicklung als Argument ins Feld, dass Chrysler im Konzern nicht zur ungeliebten Manövriermasse verkommen sei.

Der Chrysler-Chef unterstrich zudem, dass sich das Unternehmen bei weitem nicht in einer so schwierigen Lage befände wie 2001. Chrysler sei seither bedeutend schlanker in seinen Strukturen geworden, zudem stünden bis 2009 20 neue Modelle zur Markteinführung bereit. Darunter eine Reihe kleinerer, verbrauchsgünstigerer Fahrzeuge, die Chrysler derzeit so schmerzhaft im Portfolio fehlen. LaSorda erinnerte die Mitarbeiter an ihre Kernaufagbe jetzt, schrieb: "Welche Weggabelung wir auch immer in der Zukunft nehmen werden, zunächst müssen wir sicher stellen, dass wir auf der richtigen Strasse sind - die richtige Strasse ist das Funktionieren der Restrukturierung".

In der mit Spannung erwarteten Frage, welche Abfindungs-Pakete für die Mitarbeiter, die freiwilllig aus dem Unternehmen ausscheiden sollen, kündigte LaSorda eine Vorstellung für die nächsten Tage an. Im Zuge der neuerlichen Chrysler-Sanierung sollen 13.000 Arbeitsplätze in Nordamerika und Kanada abgebaut werden, darunter 2000 Jobs im Bereich der Angestellten.

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