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Chrysler Portal Concept auf der CES 2017

Autonomer E-Crossover mit 400 Kilometer Reichweite

57 Bilder

Vollständig vernetzt und fürs autonome Fahren ausgelegt präsentiert sich die Studie Chrysler Portal Concept, die auf der CES 2017 vorgestellt wurde. Der Elektro-Crossover protzt dabei mit 400 Kilometern Reichweite und Schnelllade-Funktion.

03.01.2017 Uli Baumann, Jochen Knecht

In gerade einmal zehn Jahren, da sind sie sich bei Chrysler sicher, ist jeder dritte Kunde ein Millennial. Heißt: Irgendwann zwischen 1980 und 1999 geboren und aufgewachsen in einer sich rasant vernetzenden Welt. Diese nächsten Generation Autofahrer ist für klassische Autobauer bislang ein echter Alptraum. Warum? Weil das Automobil im Alltag eines Millennials nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Und wenn dann doch ein fahrbarer Untersatz her muss, dann sind die Ansprüche mehr als hoch. Daran scheitern bislang die allermeisten Autohersteller. Nicht, weil die aktuell verfügbaren Fahrzeuge nichts taugen. Im Gegenteil. Aber sie passen schlicht nicht zu den Anforderungen der neuen Zielgruppe. Vernetzung? Gibt's wenn dann nur gegen Aufpreis. Und dann oft auch nur, wenn man das richtige Smartphone am Start hat. Das weiß man auch bei Fiat-Chrysler hat sich dieser Herausforderung gestellt. Mit einem Team aus jungen Designern und Ingenieuren. Das Ergebnis: Das Chrysler Portal Concept. Eine Studie, entwickelt und entworfen von Millennials für Millennials. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Elektro-Familienvan, Playstation, zweitem Wohnzimmer und Mini-Disco. Ziemlich verspielt, aber vielleicht gerade deshalb so interessant. Premiere feierte der Chrysler Portal auf der CES 2017 in Las Vegas.

Chrysler Portal concept
E-Crossover, 400 km Reichweite und voll vernetzt 1:03 Min.
Fährt der Chrysler Portal autonom, verschwindet das Lenkrad im Armaturenträger.

Chrysler Portal zeigt sich komplett vernetzt

Die Grundidee des Chrysler Portal besagt, dass für Millennials ein komplett neues Fahrzeugkonzept erfunden werden muss. Die Chrysler-Entwickler nennen das die „fünfte Generation“ von Familienauto, nach Kombi, Minivan, SUV und Crossover. Optisch schafft der Chrysler Portal diesen Sprung nicht ganz. Er ist schlicht ein weiterer Crossover mit zugegeben ziemlich schicken Portaltüren. Spannend wird's im Innenraum, der mehr sozialer Lebensraum als Transportmittel sein will. Der Entfall von B-Säulen soll zusätzlichen Raum schaffen. Viel Fußraum und große Glasflächen sorgen für einen großzügigen Lebensraum im Van mit drei Sitzreihen. Als Antriebsquelle kommt natürlich ein Elektromotor zum Einsatz. Die Reichweite des Chrysler Portal soll dank einer 100 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie bei rund 400 Kilometern liegen. Diese soll mit einem Schnellladesystem in knapp 20 Minuten Saft für 240 km nachtanken können.

Zahlreiche Sensoren, Kameras und eine Radarüberwachung sorgen für autonomes Fahrpotenzial. Stand heute erlaubt das Concept autonomes Fahren der Stufe 3. Heißt: Zum Beispiel auf der Autobahn kann der Fahrer einen Großteil der Arbeit ans Auto übergeben. Der Schritt zum vollautonomen Fahren ist Chrysler noch zu groß, soll mit dem Portal Concept aber dennoch möglich sein, weil die Technologie und die Schnittstellen des Fahrzeugs darauf ausgelegt sind, dazuzulernen.

Kernstück des Bedienkonzepts ist aber die Mensch-Maschine-Schnittstelle, die Fiat-Chrysler zusammen mit Elektronikspezialist Panasonic entwickelt hat. Das erlaubt nicht nur eine totale Vernetzung mit allen Social-Media-Anwendungen sondern auch eine umfassende Personalisierung des Fahrzeugs. Die Türsensoren erkennen berechtigte Personen und öffnen entsprechend automatisch. Licht-, Klima- und Sitzeinstellungen werden in einem persönlichen Profil abgelegt. Interagiert wird über große Touchscreens mit 3D-Grafiken.

Ganz wichtig: Das Fahrzeug erlaubt zu jeder Zeit eine nahtlose Integration jeder nur denkbaren Technologie. Dazu sind alleine acht verschiedene Docking-Stations im Innenraum verteilt, über die sich jede Art von tragbarem Gerät mit den Fahrzeug verbinden lässt. Grenzen gibt's da laut Chrysler keine. Eine Kamera, die während der Fahrt das Baby in der hintersten Sitzreihe filmt und das Bild auf das Display des Beifahrers überträgt? Kein Problem. Und wenn der Nachwuchs größer ist, kommt einfach die Playstation mit ins Auto. Der Daddel-Sound soll dabei kein Problem sein: „Personal Zoned Audio“ (PZA) heißt das Konzept, mit dem sich jeder der sechs Sitze einzeln mit Musik beschallen lässt.

Das klingt auch auf den zweiten Blick alles sehr verspielt. Und ein Blick ins Conceptfahrzeug zeigt, dass das bislang wenig mehr ist als eine sehr ambitionierte Bastelarbeit junger Designer und Entwickler. Serienchancen in dieser Vielfalt? Keine. Aber: Ein familientaugliches Elektroauto mit viel Reichweite und cleveren Vernetzungsoptionen kann ganz ernsthaft keine schlechte Idee sein. Nur unbedingt zehn Jahre drauf warten wollen wir nicht.

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