Chrysler

Rettung durch Jobabbau

Foto: Chrysler

Daimler-Chrysler-Konzernchef Dieter Zetsche präsentiert am Mittwoch (14.2.) in den USA den Sanierungsplan für die angeschlagene US-Tochter Chrysler. Nach US-Medieninformationen dürfte sich der drittgrößte US-Autobauer von rund 11.000 Mitarbeitern trennen.

Zudem wird erwartet, dass Zetsche und Chrysler-Boss Tom LaSorda eine viel engere Zusammenarbeit von Chrysler und Mercedes-Benz als bisher ankündigen werden. Nach Ansicht von Branchenbeobachtern steht Zetsche unter starken Druck beweisen zu müssen, dass Chrysler dauerhaft profitabel sein kann und sich damit die Fusion von Daimler-Benz und Chrysler vor rund neun Jahren wirklich gelohnt hat.

Erstmals präsentiert der deutsch-amerikanische Autokonzern seine Jahreszahlen in der Chrysler-Zentrale in Auburn Hills im Großraum Detroit. Allerdings sagte ein Analyst in Frankfurt, "die Zahlen von 2006 sind eher von untergeordnetem Interesse, wichtig ist, wie es dieses Jahr weitergeht." Nach einhelliger Meinung von Experten sind die Prognosen des Autokonzerns nicht in Gefahr. Auf der Umsatzseite will Daimler-Chrysler den Vorjahreswert von 149,8 Milliarden Euro übertreffen. Der operative Gewinn soll bei fünf Milliarden Euro liegen.

Ursprünglich waren sechs Milliarden anvisiert, aber Chrysler räumte im September ein, das Jahr 2006 mit einem Verlust von rund einer Milliarde Euro abschließen zu müssen. Vor allem große Halden schwer verkäuflicher spritfressender Trucks und SUVs sorgten für den Rückschlag. Inzwischen hat der drittgrößte US-Autobauer neue spritsparende Modelle auf den Markt gebracht. Im Januar war der Absatz wieder leicht angezogen. Zetsche hatte Chrysler bereits Anfang des Jahrtausends zunächst erfolgreich saniert. Damals wurden über 26.000 Jobs gestrichen. Insgesamt hat Chrysler die Mitarbeiterzahl seitdem von 126.000 auf 82.000 reduziert.

Analysten erwarten für 2006 einen Umsatz von etwa 152 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis wird bei rund fünf Milliarden Euro liegen, schätzen sie. Ertragsperle des Konzerns ist wieder die Mercedes Car Group. Hier wird bei Erlösen in Höhe von 54,5 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis von etwa zwei Milliarden Euro erwartet. Ähnlich gut dürfte aber auch die Lastwagensparte abschneiden.

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