Chrysler

Schmückle als Sanierungshelfer

Foto: dpa

Update - Rainer Schmückle, einer der profiliertesten Krisen-Manager und Kostenkommissare des Daimler-Chrysler Konzerns soll nun auch der angschlagenen Marke Chrysler als Sanierungshelfer zur Seite stehen.

Bei Daimler-Chrysler mühte man sich am Donnerstag (19.10.) redlich, den Eindruck einer Vorabmeldung des "Manager Magazins" zu zerstreuen, wonach Schmückle als Retter zu Chrysler geschickt werden soll. Die nach einem Zwischenhoch in die Krise zurückgefallene US-Tochter des Konzerns hatte im dritten Quartal einen die Märkte schockierenden Verlust von 1.2 Milliarden Dollar ausgewiesen. Besserung ist nicht in Sicht.

Prompt hatte es nach der Meldung des "Manager Magazins" Gerüchte gegeben, dass Chrysler-Chef Tom La Sorda auf der Abschussliste stehe und Schmückle, der sich in den USA durch die Sanierung des LKW-Herstellers Freightliner einen Namen gemacht hat, eine offizielle Funktion bei Chrysler übernehmen solle. Schmückle ist derzeit Produktionsvorstand der Mercedes Car Group und damit eine der Schlüsselfiguren bei der Umsetzung des Core-Programmes, hinter dem das höchst ehrgeizige Ziel steht, Kosten zu senken, Qualität zu verbessern und die Rendite zu steigern.

Diese "enorm wichtige Rolle", so ein Konzernsprecher gegenüber auto-motor-undsport.de, werde Schmückle auch weiter wahr nehmen. Auf keinen Fall werde der Manager eine offizielle Rolle bei Chrysler übernehmen, wie Unternehmensentscheidungen Chrysler betreffend auch künftig von der Chrysler-Spitze gefällt würden. Allerdings räumte der Sprecher ein: "Rainer Schmückle wird im Rahmen eines regelmäßigen Erfahrungsaustausch zwischen Mercedes und Chrysler seine enormen Erfahrungen und sein Wissen einbringen." Das Team leiten werde Schmückle aber nicht.

Zielsetzung sei es, die Zusammenarbeit zwischen der Mercedes Car Group und Chrysler im Sinne des für Mercedes aufgelegten Core-Programmes enger zu verzahnen. Konkrete Projekte wurden nicht benannt. Das Wall Street Journal berichtet aber darüber, dass eines der ersten Ziele sei, die Kosten pro produziertem Auto der Chrysler Group um 1.000 Dollar zu senken..

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