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Chrysler Vision, Heckansicht
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Chrysler Vision

Amerikanische S-Klasse für alle

Der Chrysler Vision war ein Experiment: Der US-Hersteller bot eine komplett ausgestattete Limousine im Oberklasse-Format zum Preis von 64.300 Mark an - und doch floppte der Chrysler Vision.

Kaum eine andere Automobilmarke durchlitt derart viele Beziehungskrisen wie Chrysler. Man erinnert sich an die französische Ehe mit Simca, dann gab es zwischendurch ein Dreiecksverhältnis mit Renault und Mitsubishi.

Der Vision ist der unbekannte Chrysler geblieben

Schließlich die Heirat mit Daimler, die Scheidung, und jetzt wieder in festen Händen: Fiat. Trotz all dieser Wirren ist Chrysler seit 1988 offiziell in Deutschland vertreten und hat auch einige Autos verkauft, 1993 waren es 17.500 Einheiten. Vor allem der Voyager, das schicke Cabriolet Le Baron und der Jeep Cherokee sind uns im Gedächtnis geblieben. Aber der Chrysler Vision?

Eine Aufpreisiliste gab es nicht - es war schon alles drin

Mit dem Vision versuchte Chrysler erstmals in Deutschland eine Fünf-Meter-Plus-Limousine an den Mann zu bringen, eine S-Klasse zum Einstiegspreis einer E-Klasse. Aufgrund der üppigen Basisausstatung gab es keine Aufpreisliste. Für 64.300 Mark erhielt man einen 211-PS-V6, Leichtmetallräder, Klimaanlage, Tempomat, elektrisch verstellbare Sitze, Audiosystem, ABS und eine Antriebsschlupfregelung, damit der Fronttriebler im Regen auch von der Ampel wegkam. Ein entsprechend ausgestatteter Mercedes E 320 kostete rund rund 20.000 Mark mehr.

Trotzdem floppte der lange Ami. Er fuhr ausgesprochen angenehm, leichtfüßig und behende. Außerdem bot er Platz im Überfluss. Aber der Chrysler Vision untersteuerte heftig, und der Lenkung fehlte es an Präzision. Das Cab-Forward- Design mit weit vorn positionierter Windschutzscheibe und die schlank gestaltete Fahrzeugnase wirkten zudem etwas unbeholfen. Das Experiment mit der S-Klasse für alle scheiterte kläglich. Heute zählt der Chrylser Vision zu den ganz großen Exoten.

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