Chrysler

2009 auf 2008er-Niveau abschließen

Chrysler

Trotz des massiven Absatzrückgangs im Januar erwartet der amerikanische Autohersteller Chrysler in Deutschland einen Absatz auf Vorjahresniveau.

"Für das Jahr 2009 bin ich positiv eingestellt: Ich gehe davon aus, dass wir auf Vorjahresniveau abschließen werden", kündigte Chrysler-Deutschlandchef Radek Jelinek im Gespräch mit der Online-Ausgabe von auto motor und sport an.

2008 profitabel abgeschlossen

Im vergangenen Jahr hatte Chrysler inklusive der Marken Jeep und Dodge 14.500 Fahrzeuge in Deutschland abgesetzt. 2008 konnte Chrysler Deutschland trotz des Absatzrückgangs um 22 Prozent sogar schwarze Zahlen erwirtschaften. "Die Bilanz für 2008 ist noch nicht abgeschlossen, aber wir haben als Importeursgesellschaft profitabel abgeschlossen. Seit 2005 haben wir unseren Ergebnisbeitrag verdreifacht", so Jelinek.


Auch die Rendite der Händler habe 2008 über dem Branchenschnitt gelegen. "Im gesamten Jahr 2008 hatten wir drei Händler-Insolvenzen zu beklagen. Und in den ersten drei Quartalen lag die durchschnittliche Umsatzrendite unserer Händler bei 1,0 Prozent und damit deutlich über dem Marktdurchschnitt."

Weitere Rabattaktionen geplant

Den Absatzeinbruch im Januar 2009 um 53 Prozent auf nur noch 544 Neuzulassungen erklärt Jelinek zum Teil mit dem guten Januar-Ergebnis des Vorjahres. Chrysler habe im Januar 2008 erheblich von positiven Effekten aufgrund der Neueinführungen einiger Modelle profitiert. Außerdem sei der Januar traditionell "kein Verkaufs-Glanzpunkt" im Jahr. "Wenn Sie dazu noch die Einflüsse der krisenbedingten Kaufzurückhaltung sowie die negativen Einflüsse der Berichterstattung über die Situation von Chrysler ganz allgemein rechnen, kann das aktuelle Januar-Ergebnis nicht wirklich verwundern", ergänzt ein Sprecher. Deshalb plane Chrysler weitere Rabattaktionen und Sondermodelle, um sein Absatzziel von 14.500 Fahrzeugen zu erreichen. Zudem will der Importeur laut Jelinek die Sechs-Jahres-Garantie fortführen.

Kein Personalabbau geplant

Ein Personalabbau – wie zuletzt etwa beim Importeur Mitsubishi – ist laut Jelinek nicht geplant: "Chrysler Deutschland ist schon heute ein sehr schlanker Importeur. Wir haben gerade einmal 80 Mitarbeiter inklusive den 15 des Außendienstes. In unseren bundesweit zwölf Niederlassungen mit ihren 20 Standorten beschäftigen wir weitere 250 Mitarbeiter. Und am Niederlassungskonzept halten wir fest. Wir sehen keine Alternative dazu."

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