Citroën DS Lesertestdrive

Ein göttlicher Tag

Citroen DS Lesertesdrive Foto: Citroen 11 Bilder

Citroën Racing Paris: Dort, wo sonst Rallye-Legende Sébastien Loeb die ersten Runden mit neuen Rennwagen absolviert, durften zehn Leser von auto motor und sport die Nachfolger der Göttin DS testen.

Das Wetter scheint kein Atheist zu sein: Kaum hast du ein paar Göttinnen mitgebracht, schon strahlt der Himmel über Versailles in den schillerndsten Blautönen. Dorthin, genau gesagt in die Allée des Marronniers, hatte Citroën zehn Leserinnen und Leser von auto motor und sport eingeladen, um ihnen einen exklusiven Einblick in die Geschichte und Gegenwart der DS zu geben. Auf der Original-Einfahrstrecke der Citroën-Rennabteilung durften die ausgewählten Leser das komplette DS-Produkt-Portfolio so richtig fliegen lassen. Vermeintlich streng bewacht von dekorativen Panzern des Rüstungskonzerns Nexter, der sich mit Citroën die Strecke teilt. Wahrscheinlich laborieren einige Teilnehmer ob der Fahrt in dieser Szenerie immer noch an chronischem Dauergrinsen.

Die Ur-DS blieb derweil, vor Vollgas-Attacken geschützt, in einer "Conservatoire" genannten Halle, die quasi allen wichtigen Schätzen der Firmengeschichte ein Dach über dem Kopf spendiert: Vom Allrad-Wüsten-2CV über diverse Prototypen und Spezialmodelle bis zum von Henri Chapron 1971 zur offenen Staatslimousine umgebauten SM. Ein Fest für Fans der Marke. Immer im Zentrum: die Déesse – so wird DS auf Französisch ausgesprochen, es ist das Wort für "Göttin". Schließlich revolutionierte sie 1955 nicht nur die Designsprache im Automobilbereich, sondern inspirierte auch mit ihrer technischen Progressivität. Beim Gang an den exklusiven Exponaten vorbei kam bei einigen Teilnehmern durchaus etwas Melancholie auf.

Citroën DS-Interieur ist ein Highlight

Rund 60 Jahre später ist ein DS nicht mehr das Fahrzeug aus einer anderen, futuristischen Welt, aber dafür praxisorientierter, sportlicher und günstiger als damals – wichtige Qualitäten. Pressechef Stefan Lützenkirchen sieht die eigenständige Marke DS ganz klar im Umfeld von Luxus und Mode: "Wir entwickeln uns als Premium-Marke. Audi hat auch 15 Jahre gebraucht, um sein neues Image zu festigen." Die Teilnehmer waren jetzt schon sehr angetan: Details wie die Ledersitze im DS5 mit ihrer verflochtenen Struktur avancierten zum Highlight der Leser. "Das Interieur des DS5 ist wirklich sehr schön. Vor allem die Ledersitze finde ich optisch toll", fasste Leser Marcus Zorn zusammen.

Beim Fahren galten die Prioritäten des BMW-1er-Besitzers aber eher den kleineren und üppig motorisierten Modellen. Vor allem die schwarz-goldene Rennsemmel DS3 R begeisterte ihn und alle anderen Teilnehmer. "Den kleinen Flitzer nehme ich sofort mit", stieg Martina Malek glücklich aus dem 207-PS-Kleinwagen aus und in die puristische Rallye-Version um. In dieser durften die Teilnehmer auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und sich von Nachwuchs-Talent Philipp Knof in Highspeed um den Kurs schunkeln lassen. Auf Platz zwei in der Lesergunst setzte sich das seit Frühjahr 2014 erhältliche DS3 Cabrio.

Die neue, auch bei den Serienautos etwas sportlichere Ausrichtung von Citroën kam bei den Teilnehmern sichtlich gut an. Wenn auch das eher klassisch komfortabel abgestimmte Spitzenmodell DS5 unter dem sehr fahrdynamisch ausgelegten Kurs etwas zu leiden hatte und sich einige Teilnehmer hier ein strafferes Fahrwerk wünschten.

Aber so war Citroën schon immer: Eine Marke im Spannungsfeld zwischen Sport und ungewöhnlichem Komfort.

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