Cobra - Schlange mit mächtig Biss

Foto: Weineck 15 Bilder

Schon in den 60er-Jahren schnappte die AC Cobra erfolgreich nach ihren Gegnern aus den Rennställen von Ferrari und Co. Auch heute noch setzen sich die Erben der Schlange mit viel Biss und bis zu 1.200 PS perfekt in Szene. Schauen, staunen und hören Sie rein.

Optisch halten sich die modernen Cobra-Nachfahren streng an die Abmessungen und üppigen Rundungen des Originalmodells, wobei als original die Versionen 289 und 427 gehandelt werden. Beim Karosseriewerkstoff, der sich über ein Stahlrohrchassis stülpt, zeigt sich dann aber der Fortschritt. Neben klassischem Aluminium steht auch GfK bei den Nachbauern hoch im Kurs.

Herz einer jeden Cobra ist und bleibt aber ein leistungsstarker V8-Motor. Beim exemplarisch für den deutschen Markt herausgegriffenen Angebot von Cobra-Süd reicht das Spektrum hier von 405 bis 720 PS. Erzeugt werden die Urgewalten aus Ford-V8-Motoren, die zwischen fünf und sieben Liter Hubraum aufweisen. Die Top-Version wird zusätzlich von einem Kompressor ordentlich unter Druck gesetzt . Die wenigstens 450 Nm und maximal 800 Nm Drehmoment werden über ein manuelles Fünfgang-Getriebe auf die Hinterräder weitergeleitet.

Dort prangen via Einzelradaufhängungen angelenkte 15-Zoll große Zentralverschlussfelgen mit Reifen der Größe 295/50 auf der Hinterachse und 255/50er Pneus auf der Vorderachse. Verzögert wird über ein Ford-Scheibenbremsanlage mit Rennbremsbelägen oder optional mit einer Brembo-Anlage.

Der üppigen, wenn auch archaischen Technik, steht ein spartanisches Cockpit gegenüber. So informieren sieben klassische Rundinstrumente auf einem topfebenen Armaturenbrett den Cobra-Treiber hinter dem Holzlenkrad über den Gemütszustand der Schlange, die ihre Abgase über armdicke Sidepipes lautstark in die Umwelt entlässt. Airbags und elektronische Fahrhilfen sucht man vergebens. Die Cobra fordert eben ihren Fahrer und dessen Bankkonto, denn unter rund 71.500 Euro verlässt keine Cobra die Hallen von Cobra Süd in Schwäbisch Hall. Wessen Kreditline mehr Ausgaben zulässt, kann auch zum 120.000 Euro teuren Top-Modell greifen.

Über zehn Liter Hubraum und bis zu 1.200 PS

Noch eine Nummer heftiger geht die Weineck-Cobra aus Bad Gandersheim bei Hannover zu Werke. Optisch ebenfalls dicht am Original, arbeitet unter der GfK-Karosse ein extrem stabiles Stahlrohrchassis mit Rohrdurchmessern von zehn Zentimeter, das reinste NASCAR-Technik aufnimmt. So werden die Fahrwerksteile aus Titan und Aluminium gefertigt, das Viergang-Getriebe und das verbaute Differenzial entstammt direkt der US-Rennserie, eine explosionssichere Carbon-Kupplung verbindet Motor und Getriebe und eine Brembo-Rennbremsanlage sorgt für reichlich Bremspower.

In sechs Sekunden auf Tempo 200

Dieser entgegen wirken penibel in Handarbeit aufgebaute V8-Motoren mit über zehn Liter Hubraum. Das Ergebnis sind 850 PS, mit Lachgaseinspritzung gar 1.200 PS und 1.450 Nm, die die knapp über eine Tonne schwere Cobra in 2,9 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen. 200 km/h sollen in knapp sechs Sekunden erreicht sein. Die Höchstgeschwindigkeit des offenen Zweisitzers soll bei rund 340 km/h liegen.

Wenn es auch etwas weniger sein darf, können auch Aggregate mit 500 und 750 PS geordert werde. Nicht nur Charakterstark, sondern auch Finanzkräftig sollten die potenziellen Kunden aber auch hier sein, werden doch rund 140.000 Euro für eine Cobra made by Weineck fällig.

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