Conti

Kein Mehr für Phoenix

Der Autozulieferer Continental will sein Übernahmeangebot für den Hamburger Konkurrenten Phoenix auf keinen Fall nachbessern. "Wir gehen unverändert von einem erfolgreichen Abschluss der Offerte aus. Der von uns gebotene Preis von 15 Euro je Aktie ist absolut fair und gerechtfertigt."

Dies sagte Finanzvorstand Alan Hippe am Dienstag (22.6.) der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX in Hannover. "Wir werden das Angebot nicht erhöhen und schließen im Falle des Falles auch nicht aus, die Übernahme platzen zu lassen, wenn sie sich für uns und für die Conti-Aktionäre nicht darstellen lässt", sagte Hippe.

Eine Reduzierung der Übernahmequote schloss Hippe ebenfalls aus. Derzeit habe bereits 52,65 Prozent des Phoenix-Kapitals dem Angebot zugestimmt. Die Conti hält damit bereits die Mehrheit an Phoenix, braucht aber für eine erfolgreiche Übernahme 75 Prozent der Aktien. "Es ist ganz klar: Die bloße Mehrheit reicht uns nicht aus", sagte Hippe. Er gehe aber davon aus, dass die fehlenden gut 20 Prozent der Übernahme in den kommenden Tagen zustimmen werden.

Continental hatte den Phoenix-Aktionären Ende März ein Übernahmeangebot über insgesamt rund 230 Millionen Euro beziehungsweise 15 Euro je Aktie vorgelegt. Inklusive der Schulden von Phoenix von 319 Millionen Euro würde die Übernahme damit rund 546 Millionen Euro kosten.

Der Phoenix-Vorstand hatte in einer Stellungnahme zwar "die industrielle Logik" der Übernahme anerkannt, den Aktionären aber keine Empfehlung gegeben. Continental hofft durch die Verschmelzung von Phoenix mit der eigenen Sparte ContiTemic auf Synergieeffekte in Höhe von jährlich rund 30 Millionen Euro und hat nach der Übernahme einen Börsengang der dann deutlich größeren ContiTemic nicht ausgeschlossen.

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