Conti

Phoenix-Übernahme geglückt

Foto: dpa

Die Übernahme des Hamburger Autozulieferers Phoenix durch den Hannoverschen Konkurrenten Continental ist nach einer tagelangen Zitterpartie in letzter Minute geglückt.

Bis zum Ende der Angebotsfrist in der Nacht zum Dienstag hätten knapp mehr als 75 Prozent der Phoenix-Aktionäre der Conti ihre Aktien angeboten, teilte das Unternehmen am Dienstag (29.6.) in Hannover mit. Die Übernahme muss noch von den EU-Kartellbehörden gebilligt werden.

Continental hatte einen Erfolg des Übernahmeversuchs davon abhängig gemacht, dass sie mindestens eine Dreiviertelmehrheit an Phoenix erhält und hätte die Übernahme nach eigenen Angaben andernfalls platzen lassen. Conti zahlt den Phoenix-Aktionären 15 Euro je Aktie. Wie viele Phoenix-Anteilseigner dem Angebot zugestimmt haben, will die Conti am kommenden Samstag bekannt geben.

"Wir freuen uns sehr, dass unser faires Angebot angenommen worden ist und sind sehr zuversichtlich, dass es auch beim kartellrechtlichen Verfahren keine grundsätzlichen Probleme geben wird", sagte Conti-Vorstandschef Manfred Wennemer. Continental werde den Phoenix-Aktionären die zugesagten 15 Euro je Aktie zahlen, sobald die EU für die Übernahme grünes Licht gegeben habe.

"Durch die Aufnahme in den Continental-Konzern werden sich die gemeinsame Wettbewerbsfähigkeit und die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten verbessern. Wir erwarten aus der Zusammenführung von ContiTech und Phoenix Synergien von mindestens 30 Millionen Euro jährlich", sagte Wennemer. Conti hatte auch einen späteren Börsengang der dann deutlich größeren ContiTech in einigen Jahren nicht ausgeschlossen.

Nach dem Überschreiten der Annahmeschwelle von 75 Prozent beginnt nun die gesetzlich vorgeschriebene zweiwöchige Fristverlängerung ("Zaunkönigregel"). Zwischen dem 4. und 19. Juli können nach Unternehmensangaben alle Phoenix-Aktionäre ihre Aktien noch der Continental AG anbieten, die das bislang nicht getan haben.

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