Conti

Teilverkäufe werden geprüft

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Der Autozulieferer Continental prüft weiterhin einen möglichen Verkauf seiner Reifensparte. Wie die "Financial Times Deutschland" am Mittwoch (8.10.) berichtete, beauftragte Conti die Investmentbank Perella Weinberg, nach möglichen Erwerbern für die Reifensparte sowie Contitech zu suchen.

Es gehe darum, Klarheit zu haben, ob ein solcher Schritt in dem gegenwärtigen Marktumfeld überhaupt machbar sei, zitierte die Zeitung eine mit der Situation vertraute Person. Ein Conti-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Der neue Conti-Chef Karl-Thomas Neumann hatte aber bereits gesagt, es dürfe generell keine "Denkblockaden" geben.

Bei Conti hatte es geheißen, es gebe viele Optionen. Conti hatte vor einer Woche einen Umbau der Konzern-Struktur bekanntgegeben. Es gibt demnach zwei Kerngeschäftsfelder - zum einen der zukunftsträchtige Automotive-Bereich mit Bremsen, Elektronik und Motor, zum anderen der traditionelle Kautschuk-Bereich mit Reifen sowie ContiTech. ContiTech fertigt zum Beispiel Schläuche, Antriebsriemen und Transportbänder. Neumann hatte gesagt, Conti bereite sich darauf vor, dass die Automobil-Konjunktur möglicherweise erhebliche Schwierigkeiten bereite.

Im Reifengeschäft, in dem die Wurzeln von Conti liegen, machen dem Konzern derzeit besonders die hohen Rohstoffkosten zu schaffen. Vor allem im Bereich Nutzfahrzeugreifen ist das Ergebnis eingebrochen, auch wegen des schwachen US-Marktes. Ein Verkauf des Kautschuk-Bereichs käme einer Zerschlagung des Konzerns gleich.

Die fränkische Schaeffler-Gruppe als neuer Conti-Großaktionär hatte nach einem erbitterten Übernahmekampf unter anderem zugesichert, Schaeffler werde keine Verkäufe verlangen. Gegen den Willen der Conti werde es keine Veränderungen etwa in Bezug auf die Unternehmensform geben.

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