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Conti-Übernahme

Fond schießt quer

Foto: Continental

Europas größte Fondsgesellschaft DWS schlägt sich im Übernahmekampf um Continental auf die Seite des Conti-Vorstands.

28.07.2008

"Wir sehen die Übernahme bedenklich. Die Kontrolle durch Schaeffler kann erhebliche Nachteile für die übrigen Conti-Aktionäre bringen", sagte DWS-Fondsmanager Henning Gebhardt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Eine Übernahme durch Schaeffler berge für Conti steuerliche und finanzielle Nachteile, warnte Gebhardt. Conti müsse dann etwa die Finanzierung des Siemens-VDO-Deals mit den Banken neu verhandeln. "Den höheren Preis für die Finanzierung trägt die Gesellschaft, alle Aktionäre zahlen die Folgekosten für die Übernahme, das heißt sie finanzieren indirekt die Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe mit."

Zudem sieht Gebhardt grundsätzliche Probleme, wenn eine Familie die Macht in einem börsennotierten Unternehmen erringt. "Kontrolliert die Familie den Konzern, wird der sich weniger Mühe für die Ansprache des Kapitalmarktes machen, wird er im Zweifel weniger transparent." Dies  belaste den Kurs, und schade somit den anderen Aktionären. 

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