Continental

Autozulieferer erwägt Kapitalerhöhung

Foto: dpa

Der Autozulieferer Continental erwägt eine Kapitalerhöhung in Höhe von einer Milliarde Euro. Das sagte Finanzvorstand Alan Hippe am Mittwoch am Rande einer Investorenkonferenz in New York, bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens in Hannover am Donnerstag (15.1.).

Continental hält Abschreibungen von bis zu einer Milliarde Euro auf den Wert von gekauften Unternehmen für möglich. Daher sei eine Kapitalerhöhung in gleicher Höhe denkbar, sagte sie. Die Arbeitnehmerseite trage eine Kapitalerhöhung mit.


Conti braucht Geld

Conti brauche dringend frisches Geld, sagte Aufsichtsratsmitglied Hartmut Meine von der IG Metall am Donnerstag in Hannover. Der Autozulieferer war von dem fränkischen Familienunternehmen Schaeffler zu knapp unter 50 Prozent übernommen worden.

Er gehe davon aus, dass erste Gespräche mit Investoren schon geführt würden, sagte Meine. Das könnten Industrieunternehmen sein, Familien- oder Finanzinvestoren - für die Belegschaften komme es vor allem darauf an, dass Arbeitsplätze und Tarifverträge nicht angetastet werden. Meine wies darauf hin, dass Conti nach der Übernahme eine vollkommen andere Eigentümerstruktur habe, nachdem Schaeffler jeweils rund 20 Prozent der Anteile bei den beiden Bankhäusern Metzler und Sal. Oppenheim geparkt habe. Nicht akzeptabel sei es, dass durch die Übernahme bei Schaeffler entstandene Schulden auf Conti übertragen würden, betonte Meine.

Kredite neu ausgehandelt

Conti hatte sich bereits durch den 11,4 Milliarden Euro teuren Kauf der Siemens-Tochter VDO schwer verschuldet. Nach den Ausführungen von Hippe sind die Bedingungen für die Kredite zur Finanzierung dieser Übernahme jetzt neu verhandelt worden. Das Unternehmen hatte schon Mitte Dezember angekündigt, dass es Nachverhandlungsbedarf gebe, weil Conti die in den Kreditverträgen festgeschriebenen Kennzahlen voraussichtlich im ersten Halbjahr 2009 nicht einhalten könne.

Nun habe man von zwei Drittel der Banken die Zusage für die neuen Kreditbedingungen erhalten. Unterschrieben werden solle bis Ende Januar, sagte die Sprecherin. Danach müsse Conti den Banken um bis zu 145 Basispunkte höhere Zinsen bezahlen. Aufgrund der Leitzinssenkung geht das Unternehmen davon aus, dass es 2009 keine substanziell höheren Zinskosten zu tragen hat. Eine Dividendenzahlung für das vorige und dieses Jahr bleibt aber unwahrscheinlich. Conti hatte im Dezember mitgeteilt, dass eine Aussetzung der Dividende der Hauptversammlung im April vorgeschlagen werden solle. Gemessen an der letzten Dividende von zwei Euro je Aktie könnten dadurch rund 340 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden.

Aktienkurs bricht ein

Wegen der Spekulationen um die Kapitalerhöhung stürzten die Conti-Aktien zwischenzeitlich auf einen Tiefstand von 19,68 Euro. Schaeffler hatte den Aktionären bei der Übernahme entsprechend dem im Sommer abgegebenen Angebot noch 75 Euro je Anteilsschein zahlen
müssen.

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