dpa

Continental-Bilanz 2010

Zulieferer wieder mit Gewinn

Der Autozulieferer Continental hat 2010 den Rückenwind der anziehenden Konjunktur genutzt und trotz hoher Rohstoffpreise wieder einen satten Gewinn eingefahren. Unterm Strich verdiente Europas größter Reifenhersteller im vergangenen Jahr 576 Millionen Euro, berichtete Vorstandschef Elmar Degenhart am Donnerstag (3.3.) bei der Vorstellung der vorläufigen Geschäftszahlen in Frankfurt.

2009 hatte Conti wegen des Einbruchs in der Autoindustrie noch mit rund 1,65 Milliarden Euro Verlust tief in den roten Zahlen gestanden. "Wir haben an Schlagkraft gewonnen", sagte Degenhart.

Weitere Zuwächse in Asien erwartet

Vor Steuern und Zinsen gelang den Hannoveranern sogar ein neues Rekordergebnis von mehr als 1,93 Milliarden Euro. Zugleich stieg der Umsatz um fast ein Drittel auf über 26 Milliarden Euro an. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen weitere Zuwächse vor allem in Asien. Der Schuldenstand konnte um mehr als 1,5 Milliarden Euro gesenkt werden, bleibt mit insgesamt 7,3 Milliarden Euro aber auf einem hohen Niveau. Degenhart sprach dennoch von einer spürbaren
Entlastung: "Damit ist unsere Konzernfinanzierung neu aufgestellt."
 
Zu Spekulationen um einen Verkauf von Conti-Anteilen beim fränkischen Autozulieferer und Großaktionär Schaeffler wollte sich die Konzernspitze zunächst nicht äußern. "Es gibt nichts Neues", betonte Degenhart. Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, dass Schaeffler noch im März einen Teil seines Aktienpakets loswerden wolle.
 
Für Unsicherheit sorge nach wie vor die Kostenexplosion beim Reifen-Rohstoff Naturkautschuk. "Weitere Preiserhöhungen sind daher unvermeidbar", sagte der Conti-Chef. Unabhängig davon sei 2011 nochmals ein Umsatzsprung auf über 28,5 Milliarden Euro möglich.

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