Continental

Guter Start

Europas zweitgrößter Autozulieferer Continental ist auch dank des übernommenen Konkurrenten Phoenix gut ins Jahr gestartet. Der Konzerngewinn stieg im ersten Quartal um fast ein Viertel auf 167 Millionen Euro, der Umsatz um fast neun Prozent auf 3,25 Milliarden Euro.

Conti sei auf einem "guten Weg", 2005 zum vierten Mal in Folge neue Spitzenwerte bei Umsatz und Ertrag zu erzielen, sagte Konzernchef Manfred Wennemer am Mittwoch (4.5.) in Hannover.

Die für Conti zentrale Kennziffer, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), erhöhte sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,5 Prozent auf rund 282 Millionen Euro. Das Wachstum schwächte sich im Vergleich zu den Vorquartalen aber ab.

An der Börse rutschte die Conti-Aktie nach Vorlage der Zahlen deutlich ins Minus und verlor rund vier Prozent auf 56,40 Euro. Die Zahlen seien etwas schlechter als vorhergesehen ausgefallen, sagte ein Händler. Zudem zeichne sich ab, dass Conti kurzfristig nicht mehr an das absolute Hoch aus dem vierten Quartal 2004 anknüpfen könne.

ContiTech glänzt dank Phoenix

Den prozentual größten Sprung unter den vier Konzernbereichen bei Umsatz und Ertrag machte in den ersten drei Monaten ContiTech, vor allem dank Phoenix. Das EBIT kletterte um fast 20 Prozent auf 58,3 Millionen Euro, der Umsatz sogar um 43 Prozent auf 708 Millionen Euro. Der Hamburger Zulieferer Phoenix, den Conti im vergangenen Jahr übernommen hatte, trug mit rund 238 Millionen Euro zum Umsatz und mit 11,3 Millionen Euro zum Ergebnisanstieg bei. ContiTech produziert etwa Luftfeder- und Transportbandsysteme.

Für heftigen Streit mit Betriebsrat und Gewerkschaft sorgt derzeit der geplante Stellenabbau bei Phoenix. Conti will alleine im Phoenix-Stammwerk Hamburg-Harburg 860 Stellen streichen. Verhandlungen mit dem Betriebsrat über den Personalabbau waren zunächst gescheitert, eine Lösung soll nun in einer Einigungsstelle gefunden werden. Die Gewerkschaft IG BCE hatte der Conti-Führung vorgeworfen, diese habe auf Vorschläge zum Fortbestand der Arbeitsplätze bei Phoenix nicht reagiert.

Ende März hatte Konzernchef Wennemer einen weiteren Ausbau der Conti-Produktion in Niedriglohnländern angekündigt. Conti erwäge im Reifengeschäft in den nächsten 24 Monaten einen Werksneubau in Europa. Ein möglicher Standort sei Litauen. Der Anteil der Produktion an Standorten in Billiglohnländern war 2004 weiter angestiegen. In einzelnen Konzerbereichen liegt dieser bereits bei über 50 Prozent. Die Zahl der Conti-Beschäftigten stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Jahresende um 580 auf rund 81.000.

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