Cupra Ateca (2018) mit 300 PS

Neue Marke feiert Debüt mit Power-Kompakt-SUV

Foto: Xavier Bonilla 9 Bilder
Auto Salon Genf 2018

Seat lässt seine Sportmodelle ab sofort als eigene Marke antreten: Cupra. Erstes Modell ist allerdings mit dem Cupra Ateca ausgerechnet ein Kompakt-SUV mit Zutaten aus dem VW-Baukasten – und 300 PS. Erstkontakt.

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Ein bisschen überraschend kam das Alles ja schon. Erst die Neugründung der Marke Cupra, unter der ab sofort alle sportliche Seat-Modelle firmieren. Und dann wird mit dem Ateca auch noch ein kompakter SUV das erste Modell der Sportmarke. Wie passt das zusammen?

Cupra Ateca mit 300 PS und Allradantrieb

Zunächst jedoch zum Ateca: Bisher war der 2.0 TSI mit 190 PS das stärkste Modell des Kompakt-SUV. Als Cupra Ateca wird er nochmals 110 PS stärker. Der Power-SUV bekommt den leicht modifizierten Zweiliter-Turbomotor aus dem Leon Cupra 300, der namensgebende 300 PS leistet. Im Leon ST 4Drive (mit Allradantrieb) drückt er außerdem 380 Nm auf die Kurbelwelle. Angaben zu maximalen Drehmoment beim Ateca machte Cupra noch nicht.

Foto: Cupra / Seat
Neue Marke, neues Logo: Statt des Seat-Badge prangt an der Front das neue Cupra-Logo, sowie ein Schriftzug.

Die Kraftübertragung übernimmt beim Cupra Ateca ein neues 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das wir in ähnlicher Form bereits aus dem VW Golf R kennen. Ein Handschaltgetriebe steht nicht zur Wahl. Von 0 auf 100 km/h geht's in 5,4 Sekunden, maximal 245 km/h schnell fährt der Cupra Ateca.

Allradantrieb und sechs Fahrmodi

Anders als der Leon Cupra wird der Ateca ausschließlich mit dem Allradantrieb „4Drive“ zu haben sein. Das passt zu seinem SUV-Konzept. Das Allradsystem basiert dabei – wie bei VW-MQB-Modellen üblich – auf dem Haldex-Prinzip. Bedeutet: 4Drive schickt nur Kraft an die Hinterachse, sobald das System Schlupf an der Vorderachse feststellt.

Der Fahrer kann bei Bedarf zwischen verschiedenen Allrad-Modi wählen: Normal, Sport, Individual, Schnee, Offroad und – als Neuheit – den Cupra-Modus. Letzterer stimmt den Allradantrieb etwas agiler ab, schärft die Gasannahme und strafft das serienmäßige adaptive Fahrwerk. Zusätzlich wird der Motorklang (synthetisiert) in den Innenraum geleitet.

Interieur und Infotainment

Seat hat dem Cupra Ateca natürlich auch ein sportliches Design verpasst. Das beginnt bei der Frontschürze, über der das neue Cupra-Logo prangt, das doch stark an das Autobots-, bzw. Decepticons-Logo aus dem Film „Transformers“ erinnert. Unter dem Kennzeichen hat man im Grill den Cupra-Schriftzug eingraviert, ähnlich wie „Quattro“ bei den Audi Sport-Modellen. Der Cupra trägt von Haus aus 19-Zoll-Felgen und eine Vierrohr-Auspuffanlage.

Foto: Cupra / Seat
Dunkel gehalten: Im Innenraum dominieren die Farben Schwarz und Grau. Optional gibt es Leder statt Alcantara.

Im Innenraum macht sich viel Alcantara breit, ansonsten bleibt der Cupra Ateca hier recht zurückhaltend und vor allem recht düster.

Zur Serienausstattung gehören zum Beispiel „Keyless Go“, eine Ladeschale zum drahtlosen Laden des Smartphones, eine 360-Grad-Kamera mit Top-Down-Blickwinkel sowie ein Infotainment mit 8-Zoll-Touchscreen sowie Navigationssystem. Zu den interessantesten Sonderausttattungen zählt eine große Brembo-Bremsanlage, viele Carbon-Teile, Ledersitze und – ab Mitte 2019 – Schalensitze.

Preise und Marktstart

Zu den Preisen des Cupra Ateca hat der neue Hersteller keine Angaben gemacht. Der Seat Leon Cupra kostet mindestens 35.000 Euro, der Kombi mit Allradantrieb rund 40.000 Euro.

Für den Cupra Ateca rechnen wir mit einem Einstiegspreis von weniger als 44.000 Euro. Erhältlich sein wird der Cupra Ateca noch im Jahr 2018. Ein genaues Datum für den Marktstart hat Seat noch nicht genannt. Seine Premiere feiert der Power-SUV auf dem Genfer Autosalon 2018.

Sitzprobe im neuen Power-SUV von Seat

Von außen unterscheidet sich der Cupra Ateca nur durch einige Akzente vom Seat-Serienmodell. Eine etwas sportlicher gezeichnete Frontschürze, das neue Logo, die großen Felgen und die Vierrohr-Auspuffanlage.

Im Inneren sind die Unterschiede auch nicht sonderlich groß ausgefallen, aber: Immerhin gibt es Unterschiede. Da wäre zum einen das groteske Lenkrad im Carbon-Look mit Cupra-Logo. Neue Einstiegsleisten gibt's ebenfalls, neue Teppiche und hier und da einen kleinen Cupra-Schriftzug.

Foto: Xavier Bonilla
Bis auf die guten Sportsitze (erhältlich erst ab 2019) hat sich wenig getan im Ateca-Cockpit. Hier und da gibt's das neue Logo und etwas Alcantara. Das ändert aber nichts daran, dass die Ergonomie stimmt im SUV-Innenraum.

Den größten Unterschied dürften die neuen Sportsitze ausmachen, die es im normalen Ateca in dieser Form nicht gibt. Die Sitzfläche ist mit Alcantara bezogen, die Seitenwangen mit Leder. Die Kopfstütze ist wie bei Sportschalen in die Rückenlehne eingearbeitet und lässt sich nicht verstellen. Das passt aber schon so, denn nur Zwei-Meter-Riesen dürften mit der Position der Kopfstütze vielleicht Probleme bekommen. Der Seitenhalt passt im Hüft- und Rückenbereich gut zum sportlichen Cupra-Ambiente. Die Oberschenkel werden allerdings nur von zwei weichen Polstern im Sitz gehalten – auch okay, denn niemand wird mit seinem Ateca regelmäßig auf die Rennstrecke fahren.

Man sieht gut raus aus dem Ateca, zumindest vorne und zur Seite. Nach schräg hinten wird's schon schwieriger. Und zum Rückwärtseinparken ist die Rückfahrkamera eigentlich unverzichtbar. Platz bietet der Ateca nach wie vor genug für die drei- bis vierköpfige Familie. Und wer weiß, vielleicht hat der geneigte Cupra-Käufer ja Lust, nach dem Ferienausflug noch kurz auf der Nürburgring-Nordschleife vorbeizuschauen.

Technische Daten
Seat Cupra Ateca 2.0 TSI 4Drive
Höchstgeschwindigkeit 245 km/h
Verbrauch 7,3 l/100 km
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Neuester Kommentar

vw fan..mit schlechtes Auto meinten sie wohl mazda da würde es zutreffend sein ..das kennen sie ja noch nicht ..woher dann so ein Unsinn

Niemandsland 26. Februar 2018, 16:31 Uhr
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