Daimler

A- und B-Klasse aus Ungarn

Foto: dpa

Der Stuttgarter Autobauer Daimler wird die nächste Generation der Mercedes A- und B-Klasse auch in einem neuen Werk in Ungarn fertigen. Das gab das Unternehmen am Mittwoch (18.6.) in Stuttgart bekannt.

Nach langer Sichtung fiel die Wahl für den Standort des neuen Werks auf den Ort Kecskemét, 80 Kilometer südöstlich von Budapest, in Ungarn. Dort sollen bis 2012 rund 800 Millionen Euro investiert und bis zu 2.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Baubeginn für das neue Werk ist im nächsten Jahr.

Lohnkosten liegen bei fünf Euro

In Ungarn gebe es gesamtwirtschaftlich aber die eindeutig besseren Perspektiven, erklärte Schmückle den Schritt. Neben geringen Lohnkosten sollen auch die gute Infrastruktur in dem Teil Ungarns sowie die stabile Struktur zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber eine Rolle gespielt haben. Nach Brancheninformationen liegen die durchschnittlichen Lohnkosten in Ungarn bei fünf Euro und damit noch zwei Euro niedriger als beispielsweise in Polen.

Der ungarische Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany bezeichnete das Engagement von Daimler als die größte ausländische Investition seit der demokratischen Wende vor 19 Jahren. Sein Land habe sich "in einem Wettbewerb der Qualität und nicht der Subventionen" gegenüber Mitbewerbern aus Polen, Rumänien und Serbien durchgesetzt, erklärte Gyurcsany in Budapest. In Ungarn hatten sich bereits in den ersten Jahren nach der Wende internationale Auto-Hersteller niedergelassen. So fertigen Audi in Györ (Westungarn) und Suzuki in Esztergom bei Budapest seit den 1990er Jahren.

Rastatt wird ausgebaut

Weitere 600 Millionen Euro will der Konzern in den Ausbau des Standorts Rastatt investieren um die Fertigungskapazitäten für die ebenfalls dort gefertigte A- und B-Klasse zu steigern.

Zudem kündigte das Unternehmen an die Kompaktbaureihen von bislang zwei auf vier eigenständige Modelle aufzustocken.

Angaben aus Unternehmenskreisen zufolge wird die Entwicklung in Richtung Coupé oder Sports Utility Vehicle (SUV) gehen. Hintergrund sei, dass die nächste Modellgeneration der A- und B-Klasse aus Kostengründen keinen sogenannten Sandwichboden mehr bekommt. Dadurch sind auch flachere Karosserievarianten sowie die Übernahme von Komponenten aus anderen Mercedes-Baureihen möglich. Der Hersteller verspricht sich davon Vorteile bei den Produktionskosten. Außerdem sollen mit den neuen Varianten neue Kundengruppen gewonnen werden. Vor 2012 sei jedoch nicht mit den neuen Kompaktmodellen zu rechnen, hieß es.

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