Daimler-Altaktionäre gehen leer aus

OLG schmettert Millionenforderung ab

New York Börse Foto: dpa

Die Millionen-Forderungen von Daimler-Altaktionären im Zusammenhang mit der Fusion mit dem US-Autobauer Chrysler sind abgeschmettert worden. Die Werte beider Unternehmen seien vor dem Zusammenschluss 1998 angemessen berechnet worden, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart am Freitag (15.10.) mit.

Damit bleibt dem Autobauer eine Zahlung von insgesamt 230 Millionen Euro an seine Altaktionäre erspart.

Unternehmen wurden fair bewertet

Die Anteilseigner - 1,75 Prozent der damaligen Daimler-Benz-Aktionäre - hatten ihre knapp 10,5 Millionen Papiere nicht freiwillig 1:1,005 in neue Daimler-Chrysler-Aktien getauscht. Nach dem Zwangsumtausch hatten 16 Aktionäre auf eine Zuzahlung in bar geklagt, weil sie die Daimler-Benz AG bei der Verschmelzung für unterbewertet hielten.
 
Das Landgericht Stuttgart hatte ihnen 2006 recht gegeben und eine Zuzahlung von 22,15 Euro pro Aktie festgelegt. Dagegen hatte Daimler Beschwerde eingelegt. Der Autobauer hatte 2007 nach neun gemeinsamen Jahren 80,1 Prozent der Chrysler-Anteile abgegeben, mittlerweile haben sich die Stuttgarter auch von den restlichen Anteilen getrennt.

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