Daimler-Chrysler

Die Laster laufen

Foto: Daimler-Chrysler

Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler-Chrysler hat im vergangenen Jahr so viele Lastwagen, Busse und Transporter verkauft wie nie zuvor.

Die bisherige Rekordmarke aus dem Jahr 1999 (554.000) sei auf 712.200 Einheiten gesteigert worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag (27.1.) in Stuttgart mit. Im Vergleich zum Vorjahr (501.000) betrug die Steigerung 42 Prozent, inklusive der in Japan übernommenen und seit April konsolidierten Tochter Mitsubishi Fuso.

Bei der krisengeplagten Fuso (Absatz 118.100) sei man auf dem richtigen Weg, sagte Nutzfahrzeug-Vorstand Andreas Renschler. "Das deutsch-japanische Management setzt seinen radikalen Erneuerungskurs fort, um in der Vergangenheit vertuschte Qualitätsmängel zu beheben und eine transparente Unternehmenskultur zu schaffen. Dies vermittelt Kunden und Behörden neues Vertrauen und lässt das Unternehmen wieder optimistisch in die Zukunft blicken."

Fuso hatte nach dem Rückruf von 525.000 Fahrzeugen mit erheblichen Problemen zu kämpfen und belastete DaimlerChrysler bislang mit 470 Millionen Euro. Die Stuttgarter halten 65 Prozent an Fuso, der Rest liegt bei der Mitsubishi Motors Corporation. Derzeit verhandelt der Konzern mit Mitsubishi über eine Entschädigung im dreistelligen Millionenbereich.

Daimler-Chrysler profitiert vom Boom

Daimler-Chrysler profitierte 2004 als Marktführer von dem weltweiten Boom in der Nutzfahrzeugbranche. Auch Konkurrenten wie MAN oder Volvo hatte ihren Absatz massiv gesteigert. Besonders stark sei die Nachfrage in Nordamerika und in Westeuropa gewesen, berichtete Daimler-Chrysler.

Die vor Jahren noch angeschlagene Sparte der Stuttgarter ist mittlerweile zur Ertragsperle geworden. Genaue Zahlen werden am 10. Februar auf der Jahrespressekonferenz veröffentlicht. Bereits klar ist, dass der operative Gewinn des Vorjahres (855 Mio Euro) deutlich übertroffen worden ist. "Jetzt wollen wir die positive Ertragssituation langfristig sichern", sagte dazu Renschler.

In Westeuropa wurden 274.400 (Vorjahr 249.500) Fahrzeuge verkauft, in der NAFTA-Region (Nordamerika/Mexiko) 177.100 (134.200) und in Lateinamerika 57.600 (40.200). Eine tragende Säule des Erfolges sei die zweite Generation des Lkw-Flaggschiffs Actros, das auch im zweiten Jahr nach Markteinführung einen neuen Rekordabsatz erzielt habe, sagte Renschler.

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