Daimler-Chrysler/GM

Joint-Venture perfekt?

Die im Dezember angekündigte Zusammenarbeit der Autokonzerne Daimler-Chrysler und General Motors (GM) ist nach Informationen aus Verhandlungskreisen perfekt.

Beide Unternehmen werden jeweils bis zu eine halbe Milliarde Dollar in das Joint Venture investieren, hieß es am Rande der Daimler-Chrysler-Innovationskonferenz "Impact on America" in Washington.

Weitere Beitrittskandidanten: Porsche und Audi

Der Vertrag solle in Kürze unterzeichnet werden. Das gemeinsame Entwicklungszentrum werde in Troy bei Detroit gebaut. Beide Konzerne wollen weitere Partner für die Hybrid-Entwicklung gewinnen. Wie aus den Verhandlungskreisen zu hören ist, haben namhafte deutsche Autobauer bereits Interesse an einem Einstieg in das Joint Venture gezeigt. Als möglicher Beitrittskandidat wird unter anderem Audi gehandelt. Mercedes-Entwicklungschef Thomas Weber bestätigte offiziell lediglich einen Kontakt zu Porsche. Der Sportwagenbauer prüft einen Hybrid-Antrieb für den Cayenne.

Kampfansage an Japaner

Experten werten die deutsch-amerikanische Kooperation als eine Kampfansage an die Japaner. Vor allem Toyota gilt als führend in der Technologie, bei der ein herkömmlicher Motor mit einem Elektroantrieb kombiniert wird. Der hybrid-angetriebene Personenwagen Toyota Prius ist in den USA ein großer Erfolg. Die hohen Treibstoffpreise und die Umweltgesetzgebung in den USA zwingen die Autobauer zu neuen Motorkonzepten, wobei der Diesel in Nordamerika im Gegensatz zu Europa bislang kaum eine Rolle spielt.

Beide Autobauer wollen Ende 2007/Anfang 2008 in GM- und Chrysler- Geländewagen in den USA den neuen Antrieb einsetzen. Dabei seien Treibstoffeinsparungen von mindestens 25 Prozent möglich. Neben Chrysler sollen auch Autos der Mercedes Car Group von der Zusammenarbeit profitieren.

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