Daimler-Chrysler holt FBI-Mann

Foto: Daimler-Chrysler

Daimler-Chrysler hat den früheren FBI-Chef Louis Freeh mit der Untersuchung von Schmiergeldvorwürfen im Autokonzern beauftragt.

Freeh, von 1993 bis 2001 Direktor der amerikanischen Bundespolizei, sei als externer Berater verpflichtet worden, sagte ein Konzernsprecher in Auburn Hills und bestätigte damit einen Bericht der "Detroit News". Weitere Angaben zur Rolle Freehs
bei den Untersuchungen machte der Sprecher nicht.

"Wir nehmen die Untersuchung sehr ernst und fühlen uns bei all unseren Geschäften den höchsten moralischen Standards verpflichtet", sagte der Sprecher. Vor zwei Jahren hatte die amerikanische Börsenaufsicht SEC Untersuchungen gegen den an der New Yorker Börse notierten Konzern eingeleitet, weil Manager in mehr als einem Dutzend Länder Schmiergelder gezahlt haben sollen. Außerdem geht es um Unregelmäßigkeiten bei Steuerzahlungen für ins Ausland entsandte Mitarbeiter.

Im März hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Ermittlungsverfahren wegen Unregelmäßigkeiten bei Lieferungen von Fahrzeugen nach Polen, Belgien und Ghana eingeleitet. Zugleich hatte der Konzern eingeräumt, interne Untersuchungen hätten ergeben, dass vor allem in Afrika, Asien und Osteuropa unsachgemäße Zahlungen erfolgt seien. Mehr als ein Dutzend Führungskräfte wurden im Zuge der Anti-Korruption-Ermittlungen entlassen.

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