Daimler-Chrysler

Hyundai-Anteil wird verkauft

Daimler-Chrysler wird sich von seiner Beteiligung am am südkoreanischen Autobauer Hyundai trennen. Wann der Stuttgarter Autokonzern sein Aktienpaket von knapp 10,5 Prozent verkauft, teilte das Unternehmen am Mittwoch (12.5.) nicht mit.

Konzernvorstand Eckhard Cordes sagte, dies könne in einem langfristigen Zeitraum geschehen. Erst Ende April hatte der Stuttgarter Konzern überraschend seinen Rückzug bei Mitsubishi in Japan angekündigt.

Cordes sagte, dass sich die Bedingungen auf dem Nutzfahrzeugmarkt in Asien seit dem Einstieg bei Hyundai im Jahr 2000 dramatisch verändert hätten. "Damals konnten wir nicht davon ausgehen, dass wir uns am Mitsubishi Fuso beteiligen können". Heute hält Daimler-Chrysler mit 65 Prozent die Mehrheit an dem profitablen Nutzfahrzeugbauer, der in Japan Marktführer ist und in Asien über 20 Prozent Marktanteil hält. Außerdem sei in naher Zukunft die Nutzfahrzeugproduktion in China geplant. Südkorea sei ein eher lokaler Markt, der sich außerdem öffne. Damit würden sich Chancen für Fuso und die Fahrzeuge aus China ergeben.

Die Koreaner hatten sich verärgert gezeigt, als Mercedes-Benz im September 2003 mit dem chinesischen Partner BAIC ein Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von E- und C-Klasse-Modellen angekündigt hatte. Hier sah Hyundai Exklusivrechte verletzt. Diese Bedenken seien ausgeräumt, sagte Cordes. "Wir stehen nicht in Feindschaft mit Hyundai", betonte er. Die Koreaner hätten zudem mehrfach deutlich gemacht, dass sie an einer Erhöhung des Daimler-Chrysler-Anteils an ihrem Unternehmen kein Interesse hätten. Daimler-Chrysler hätte seit September 2003 die Option gehabt, den Anteil auf 15 Prozent aufzustocken. Cordes betonte, dazu habe keine strategische Notwendigkeit bestanden.

Zwar wird nun auch das Joint Venture auf dem Nutzfahrzeugsektor in Seoul beendet. Ganz hört die Zusammenarbeit zwischen Hyundai und DaimlerChrysler aber nicht auf: Fortgeführt werden soll das Weltmotorenprojekt, bei dem DaimlerChrysler, Hyundai und Mitsubishi gemeinsam Pkw-Motoren entwickeln und bauen wollen. Außerdem wird Daimler-Chrysler weiter an Hyundai Bus-Motoren liefern und in Mexiko zwei Hyundai-Pkw-Modelle vertreiben.

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