Daimler-Chrysler

Kein Fusions-Nachschlag

Foto: Daimler-Chrysler

Daimler-Chrysler hat wie angekündigt Beschwerde gegen die millionenschwere Nachschlagzahlung für Alt-Aktionäre im Zusammenhang mit der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler im Jahr 1998 erhoben.

Eine Sprecherin bestätigte am Dienstag (12.9.) einen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten", wonach gegen die Entscheidung vom Landgericht Stuttgart aus dem August Rechtsmittel eingelegt worden seien. Das Gericht hatte 17 ehemaligen Aktionären der Daimler-Benz AG die Zuzahlung von 22,15 Euro je Aktie für die Verschmelzung mit dem US-Autobauer Chrysler zugesprochen. Dies würde eine Nachzahlung von 232 Millionen Euro ergeben. Die Kammer war nach einem Gutachten zu der Überzeugung gekommen, dass die Papiere des Stuttgarter Automobilkonzerns bei der Fusion zu niedrig bewertet worden waren.

Rund 1,8 Prozent der damaligen Daimler-Benz-Aktionäre hatten 1998 bei der Fusion der Stuttgarter mit Chrysler ihre knapp 10,5 Millionen Papiere nicht freiwillig 1:1 in neue Daimler-Chrysler-Aktien getauscht. Nach dem Zwangsumtausch hatten die 17 Aktionäre auf eine Barzuzahlung geklagt. In einem ähnlichen Fall hatte das Stuttgarter Oberlandesgericht schon einmal ein Urteil des Landgerichts zu einer Nachzahlung an Aktionäre aufgehoben.

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