Daimler-Chrysler verkauft Hyundai-Anteile

Foto: Daimler-Chrysler

Update ++ Der Stuttgarter Autokonzern Daimler-Chrysler hat drei Monate nach der Beendigung seiner Allianz mit Hyundai Motors den Verkauf seines 10,5-Prozent-Aktienpakets am südkoreanischen Autobauer bestätigt.

Der Buchgewinn beträgt rund 472 Millionen Dollar (383 Millionen Euro). Daimler-Chrysler hatte den Anteil im Juni 2000 für 428 Millionen Dollar gekauft. Zum Käufer machte der Konzern keine Angaben.

Zuvor hatten Händler berichtet, dass die Investmentbank Goldman Sachs die 45,8 Millionen Aktien für je 19,92 Dollar platziert habe. Daimler-Chrysler hatte im Mai angekündigt, sich von der Beteiligung trennen zu wollen. Nach der Mitsubishi-Krise hatte das Unternehmen seine Asien-Strategie neu geordnet. In der Folgezeit gab es erhebliche Spannungen zwischen Hyundai und Daimler-Chrysler.

Im Mai beendeten die beiden Unternehmen die Gespräche zu einem lange geplanten Nutzfahrzeug-Joint-Venture. Gleichzeitig übernahm Hyundai den 50-prozentigen Anteil von Daimler-Chrysler an dem bestehenden Nutzfahrzeugmotoren-Joint-Venture in Korea, der Daimler Hyundai Truck Corporation. Weitere Lizenz- und Geschäftsvereinbarungen wurden aufgelöst.

Daimler-Chrysler hielt aber an dem so genannten "World Engine Projekt" fest. Dabei geht es um die gemeinsame Entwicklung und Produktion von Vierzylinder-Benzinmotoren durch Daimler-Chrysler, Hyundai und den japanischen Partner Mitsubishi Motors.

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