Daimler-Chrysler/VW

Nur gemeiname Projekte

Daimler-Chrysler hat Spekulationen über einen Einstieg bei Volkswagen eine klare Absage erteilt. Der Stuttgarter Konzern strebe keine Beteiligung an VW an, sagte ein Daimler-Chrysler-Sprecher. Er wies damit auch einen neuen
Zeitungsbericht zurück, wonach die beiden Unternehmen über eine gegenseitige Beteiligung verhandeln.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am Samstag (1.10.) über ein Modell berichtet, bei dem VW ein Paket eigener Aktien von 10 Prozent des Gesamtkapitals gegen das Daimler- Aktienpaket von 6,9 Prozent tauschen würde, das noch bei der Deutschen Bank liegt. Ziel sei der Schutz vor feindlichen Übernahmen.

Der Daimler-Chrysler-Sprecher betonte, die angestrebte Zusammenarbeit mit Volkswagen beschränke sich auf einzelne Projekte. Zugleich dementierte er einen "Welt"-Bericht, wonach Daimler-Chrysler erwäge, die nächste Generation des viertürigen Smart Fourfour von 2009 an bei VW bauen zu lassen. Es gebe keine Gespräche über die Fertigung des Smart bei VW oder auch anderswo, sagte er. Volkswagen lehnte einen Kommentar zu den Berichten ab.

Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb am Samstag unter Berufung auf Branchenkreise ebenfalls, beide Seiten wollten auch heute noch den Einstieg. Die Gespräche sollten Fortgesetzt werden, nachdem Dieter Zetsche am 1. Januar die Konzernführung bei Daimler-Chrysler übernimmt.

Am Vortag hatte Daimler-Chrysler von ergebnislosen früheren Gesprächen über einen Einstieg bei VW berichtet. Volkswagen habe mehrfach eine Beteiligung angeboten. Die Gespräche hätten aber zu keinem Ergebnis geführt. In den Stellungnahmen der Unternehmen war zunächst offen geblieben, ob weiter verhandelt werde. Vor einer Woche hatte der Sportwagenbauer Porsche eine Beteiligung an Volkswagen von 20 Prozent angekündigt. Inzwischen hat Porsche über zehn Prozent der VW-Aktien im Besitz.

Über eine Annäherung zwischen VW und Daimler-Chrysler wurde bereits seit längerem spekuliert. Volkswagen-Markenchef Wolfgang Bernhard, der in Wolfsburg die Wende bringen soll, sollte im Frühjahr 2004 selbst die Führung bei Mercedes übernehmen, ging aber im Streit mit Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp. Mit Zetsche, der bis auf weiteres auch die Kernmarke Mercedes führen will, hatte Bernhard den US-Arm Chrysler mit harter Hand saniert.

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